As I Lay Dying - An Ocean Between Us - Cover
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As I Lay Dying An Ocean Between Us


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Hier ist sie also. Die Platte, die das eingeschlafene Metalcore-Genre wieder auf Vordermann bringen und zu neuen Höhen führen soll. Glaubt man zumindest der mehrere Monate im Voraus angelaufenen Promotion-Maschinerie. Leider krabbelt, zumindest in den ersten drei Songs, erst einmal gar nichts über die Messlatte, die alleine Unearth vor nicht ganz einem Jahr mit „III: In the eyes of fire“ (08/2006) gelegt haben. Und auch sonst dringt „An ocean between us“, das mittlerweile vierte As I Lay Dying-Album, niemals in die verspielten und kompromisslosen Regionen des Massachusetts-Acts vor, denn dafür präsentieren Tim Lambesis (Gesang), Phil Sgrosso (Gitarre), Nick Hipa (Gitarre), Josh Gilbert (Bass) und Jordan Mancino (Schlagzeug) auf dem neuesten Hassbatzen eindeutig zu biedere Kost.

Zwar bürstet der Fünfer in „Within destruction“ mit der 2 Minuten vor Schluss von Trümmerriffs begleitenden, bretternden Überraschung sämtliche 0815-Metalcore-Strukturen mächtig gegen den Strich, dafür ist der Großteil der restlichen metallischen Kost auf derselben vorhersehbaren Ebene wie „As daylight dies“ (11/2006), dem letzten Output von Killswitch Engage, selbst wenn As I Lay Dying weniger klar gesungene Parts einstreuen und abwechslungsreicher ans Werk gehen. Das beinahe schon schnulzig anmutende „I never wanted“ hätten sie sich dahingehend trotzdem sparen können.

Dann doch lieber knallhart und voll auf die Zwölf wie in „Comfort betrays“ und „Bury us all“ oder dem durch und durch gelungenen „Forsaken“, das nach einem ruhigen, atmosphärischen Einstieg stimmungsvoll in den brachialen Hauptteil überleitet, wo sich die detaillierte Arbeit von Felldrescher Mancino besonders bezahlt macht. Leider ist Produzent und Killswitch Engage-Gitarrenschwinger Adam Dutkiewicz (Unearth, All That Remains) nicht gelungen die auf früheren Outputs bereits stark übersteuerte Doublebass runterzuregeln, wodurch auch hier ein „Nachbessern“ an der heimischen Anlage vonnöten ist um nicht sofort die Nachbarn am Hals zu haben. Alles in allem gelingt der Truppe aus San Diego dennoch ein hauchdünner Vorsprung vor den letzten Outputs anderer altgedienter Acts wie Killswitch Engage oder Shadows Fall. Eine Offenbarung ist „An ocean between us“ jedoch keinesfalls.

Anspieltipps:

  • Forsaken
  • Bury Us All
  • Within Destruction
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