Apocalyptica - Worlds Collide - Cover
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Apocalyptica Worlds Collide


  • Label: Gun/SonyBMG
  • Laufzeit: 49 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Die fiedelnden Finnen katapultierten sich mit ihrem Debütalbum „Apocalyptica Plays Metallica By Four Cellos” (1996) mit einem Schlag in die Herzen der Heavy-Metal-Hörer, die anderen Musikrichtungen in der Regel nicht sehr aufgeschlossen gegenüberstehen. Seitdem hat sich die Band kontinuierlich weiterentwickelt, ihren Stil verfeinert, jede Menge eigene Stücke komponiert, Gastsänger in ihre Songs integriert und nach und nach den klassischen Rock-Instrumenten mehr Raum in ihrem Klangkosmos zugestanden.

Mit dem 2006er „Best of“-Werk „Amplified: A Decade Of Reinventing The Cello“ erfüllten die Finnen ihren Vertrag mit Universal Music und wechselten zum SonyBMG-Sublabel Gun/Supersonic. Dort erscheint ihr sechstes Studioalbum „Worlds Collide“, für das die Apocalyptica-Jungs noch einen Schritt weiter gingen und ihre eingespielte Produktionsweise änderten. Sie holten sich nach langer Zeit mit Jacob Hellner (Rammstein, Clawfinger, Covenant) wieder einen externen Produzenten ins Studio, dehnten das Songwriting auf sämtliche Bandmitglieder aus – die seit 2005 von Drummer Mikko Sirén komplettiert werden – und werkelten gemeinsam fast ein Jahr an den Stücken für „Worlds Collide“, auf dem nach ausgedehntem Auswahlprozess elf an der Zahl zu finden sind.

Die Reduzierung auf „nur“ elf Songs und eine kompakte Spielzeit von gut 40 Minuten sorgt für ein knackiges Album, das mit sechs Kollaborationen aufwarten kann und von auf das Wesentliche reduzierten Instrumentalparts zusammengehalten wird. Die Annäherung an herkömmlichen Metal bzw. Rock gelingt dabei ganz ausgezeichnet. Fette Drums, gepaart mit harten Gitarren (wobei der Gitarrensound vornehmlich durch die Celli erzeugt wird!) ergänzen sich perfekt mit den punkgenau eingesetzten Klassik-Parts von Eicca Toppinen, Paavo Lötjönen und Perttu Kivilaakso.

Als Krönung gibt es Gesangsunterstützung von Stone Sour/Slipknot-Frontmann Corey Taylor („I’m not Jesus“), Lacuna-Coil-Lady Cristina Scabbia („S.O.S.“), 3-Days-Grace-Shouter Adam Gontier („I don’t care“), Rammstein-Fronthüne Till „Du riechst so gut“ Lindemann („Helden“ – ein Cover des David-Bowie-Klassikers „Heroes“ in einer gar putzigen Übersetzung) sowie Gastspiele an den Drums von Slayer-Dampframme Dave Lombardo („Last hope“) und an der E-Gitarre von Tomoyasu Hotei, einem japanischen Musiker und Komponisten („Grace“).

Damit legen Apocalyptica eines ihrer besten und auf jeden Fall zugänglichsten Werke vor, das mit abwechslungsreichen Songs zwischen Cello-Metal, Alternative Rock und epischen Power-Balladen glänzt. Selten klang die Zusammenführung verschiedener Stilarten so homogen wie auf „Worlds Collide“. Wirklich stark, diese Finnen!

Anspieltipps:

  • Grace
  • Helden
  • I don’t care
  • Worlds collide
  • I’m not Jesus
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