Eddie Vedder - Music For The Motion Picture Into The Wild - Cover
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Eddie Vedder Music For The Motion Picture Into The Wild


  • Label: J Records/SonyBMG
  • Laufzeit: 33 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Nachdem seine Bandkollegen von Pearl Jam schon diverse Solo- und Nebenprojekterfahrungen aufzuweisen haben, legt Frontmann Eddie Vedder mit dem Soundtrack zum Sean-Penn-Film „Into The Wild“ sein erstes Soloalbum nach fast zwei Dekaden im Musicbiz vor. Dabei war Vedder in der Pearl Jam freien Zeit ebenfalls nie untätig. So trug er Songs für die Soundtracks zu „Dead Man Walking“ (1995) und „I Am Sam“ (2001) bei – beides Filme unter der Mitwirkung von Sean Penn – und nahm zusammen mit (u.a.) Bad Religion, R.E.M., Mike Watt und The Strokes Songs auf. Mit neun zusammenhängenden Eigenkompositionen ist „Into The Wild” der bisher umfangreichste Soloausflug der Seattle-Ikone.

„Into The Wild“ ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von John Krakauer, in dem ein Student seine Existenz in der Mittelklasse gegen ein Leben in der Wildnis von Alaska eintauscht. Es ist der vierte Spielfilm unter der Regie von Sean Penn, zu dem Eddie Vedder auf persönlichen Wunsch von Sean Penn den Soundtrack geschrieben hat. Die Songs sind überwiegend akustisch gehalten (Ausnahmen: „Setting forth“ und „Far behind“, die dem klassischen Pearl-Jam-Sound ziemlich nahe kommen) und tendieren mehr in Richtung Folk als Rock. Dennoch funktionieren die Stücke ganz prächtig, so dass der Hörer schnell vor der Frage steht, warum Eddie Vedder nicht schon längst den Schritt in die Unabhängigkeit gewagt hat.

Zwar sind ausgerechnet zwei der besten Songs auf „Into The Wild“ nicht aus Vedders Feder („Hard sun“ von Gordon Peterson und „Society“ von Jerry Hannan), aber unterm Strich zählt nur Atmosphäre und Qualität und nicht wer was geschrieben hat. Und hier beweist der Pearl-Jam-Frontmann ein sicheres Händchen für gefühlvolle Melodien, die mit den Bildern auf der Leinwand zu einer Einheit verschmelzen. Einen erster Eindruck vermittelt dazu das Booklet des hübsch aufgemachten Hartpappe-Digipacks, das mit grandiosen Bildern in Form eines Motivs pro Song glänzt. Da heißt es Musik an, hinsetzen, im Booklet blättern und träumen.

Anspieltipps:

  • Rise
  • Society
  • Hard sun
  • Far behind
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