Ritual - The Hemulic Voluntary Band - Cover
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Ritual The Hemulic Voluntary Band


  • Label: Tempus/SPV
  • Laufzeit: 53 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Bei der neuen Ritual-Veröffentlichung „The hemulic voluntary band“ steht wieder einmal der Song und nicht die Glaubwürdigkeit der Band selbst im Vordergrund. Anders lässt es sich sonst nicht erklären, dass das Cover und der Titel des vierten Studiowerkes rund um Patrik Lundström (Gesang, Gitarre), Fredrik Lindqvist (Bass, Mandoline), Jon Gamble (Keyboard, Perkussion) und Johan Nordgren (Schlagzeug, Perkussion, Schlüsselgeige) in Anlehnung an ein Kinderbuch der finnisch-schwedischen Schriftstellerin Tove Jansson entstanden ist. Wer die Mumins und ihren märchenhaften Kosmos kennt, wird zustimmend nicken.

Dennoch sind diese markanten Eckpunkte nicht die Einzigen, die ins Auge stechen. Auch die kurze Trackliste lässt einen grübeln, sind es schließlich nur sechs Songs, die einer Gesamtspielzeit von etwas über 50 Minuten entsprechen. Trotzdem verstricken sich Ritual nicht ausschließlich in langwierige Prog-Stücke, welche sich endlos scheinend ins Ziel hangeln, sondern präsentieren in der ersten Hälfte der Spielzeit fünf Tracks mit normaler Dauer und setzen an den Schluss einfach das beinahe halbstündige Monster „A dangerous journey“.

Leider schaffen es die vier Schweden nicht, diesen musikalischen Giganten mit ausreichend Abwechslung zu spicken, denn selbst wenn man sich durch das 9minütige Intro, das allein durch akustische Instrumente bestritten wird, gebissen hat, zieht sich der nun langsam an Fahrt aufnehmende Rest des Stückes dennoch wie ein zäher Kaugummi. Dann doch lieber der verspielte und dichte Sound des Openers, das forsche „In the wild“, welches im Mittelteil kurz inne hält um danach wieder loszulegen, das folkige „Late in november“, die lockere und entspannte Attitüde von „Waiting by the bridge“ oder das etwas behäbig wirkende „The groke“, das durch einen düsteren und schwerfälligen Aufbau etwas fehl am Platz wirkt, jedoch trotzdem den einen oder anderen guten Moment aufzuweisen hat. Zweifelsohne hätten die ersten fünf Tracks von „The hemulic voluntary band“ eine wirklich tolle EP abgegeben, durch „A dangerous journey“ haben sich Ritual allerdings wieder viele Pluspunkte verspielt.

Anspieltipps:

  • Late In November
  • Waiting By The Bridge
  • The Hemulic Voluntary Band
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