Plain White T´s - Every Second Counts - Cover
Große Ansicht

Plain White T´s Every Second Counts


  • Label: Hollywood Records/EMI
  • Laufzeit: 44 Minuten
Artikel teilen:
7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Plain White T’s besitzen das Talent, wunderbar eingängige Melodien in Stile des College Rock der 90er Jahre mit dezenten Punk-Einflüssen zu schreiben.

Zehn lange Jahre sind die Jungs von Plain White T’s aus Chicago nun schon unterwegs. Vier Alben haben sie seitdem als Indie-Band veröffentlicht. Doch damit ist es nun vorbei. Nicht dass sich die Band aufgelöst hätte, nein, ganz im Gegenteil! Tom Higgenson (Gesang), Dave Tririo (Gitarre), Mike Retondo (Bass), Tim Lopez (Gitarre) und De’Mar Hamilton (Drums) haben mit der Single „Hey there Delilah“ nämlich einen DER Überraschungshits des bald ablaufenden Jahres gelandet und damit nicht nur mit rekordverdächtigen Klickzahlen die MySpace/iTunes-Generation für sich gewonnen, sondern auch die amerikanischen Billboard Charts mit einem Top-10-Album (über 500.000 Mal verkauft) und einer Nummer-1-Single geknackt.

Das Geheimnis hinter diesem Erfolg ist relativ einfach erklärt: Plain White T’s besitzen das Talent, wunderbar eingängige Melodien in Stile des College Rock der 90er Jahre mit dezenten Punk-Einflüssen zu schreiben, die sofort ins Ohr gehen und dort lange hängen bleiben. Als Koordinaten seien dazu Namen wie Weezer und Mary Playground genannt. Und trotzdem war Gevatter Zufall mit im Spiel, als der Stern der Chicagoer mit „Hey there Delilah“ aufging. Denn das Stück stammt vom schon im Januar 2005 erschienenen Album „All That We Needed“ und arbeitete sich ohne große Promotion in die Herzen der Hörer und damit in die Charts. Inzwischen war aber mit „Every Second Counts” (09/2006) längst der neue Plain-White-T’s-Longplayer am Start. Aus der vermeintlichen Not eine Tugend machend, wurde der Track plus eines weiteren kurzerhand als Bonus auf die Neuauflage das Albums genommen, das mit dem Hit im Gepäck noch immer die US-Charts stürmt und jetzt auch bei uns erscheint.

Angefangen beim definitiven „Hey there Delilah“-Nachfolger „Write you a song“ – ebenfalls ein akustisches Herz/Schmerz-Kleinod – über den für einen Bonus Track sehr starken Song „Take me away“ und dem grandiosen „Let me take you there“, bis hin zu dem nicht nur aufgrund des Titels an Bon Jovi gemahnenden „Making a memory“ und dem ebenso weisen wie augenzwinkernden „Friends don’t let friends dial drunk“, legt das US-Quintett eine wunderbar erfrischende Platte vor, die für gute Laune und Abwechslung sorgt. Deshalb auch die Warnung: Wem „Hey there Delilah“ gefällt, „Every Second Counts” aus Angst vor einem One-Hit-Wonder aber keine Beachtung schenkt, macht gewiss einen Fehler!

Die Hit-Dichte auf dem Album ist wirklich erstaunlich. Dabei soll nicht verhehlt werden, dass unter den 14 Songs der europäischen Ausgabe auch der eine oder andere Durchhänger zu finden ist. Doch auf der anderen Seite ist gewiss die Hälfte aller Tracks auf „Every Second Counts“ als Singleauskopplung tauglich. Mehr darf keiner erwarten.

Anspieltipps:

  • Take me away
  • Come back to me
  • Hey there Delilah
  • Making a memory
  • Let me take you there
Neue Kritiken im Genre „Pop/Rock“
7.5/10

Colors
  • 2017    
Diskutiere über „Plain White T´s“
comments powered by Disqus