Foo Fighters - Echoes, Silence, Patience & Grace - Cover
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Foo Fighters Echoes, Silence, Patience & Grace


  • Label: RCA/SonyBMG
  • Laufzeit: 51 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

„Echoes, Silence, Patience & Grace“ kann als geglückt bezeichnet werden, da es den Ideenansatz von „In Your Honor“ auf ein erträgliches Normalmaß herunterbricht.

Im Jahr des zehnten Geburtstags von „The Colour And The Shape“ (05/1997), dem ersten echten Band- sowie kommerziellen Durchbruchsalbum der Foo Fighters, geht es für die Mannen um Mastermind Dave Grohl zurück zu den Wurzeln. Denn wie schon der Geniestreich aus dem Jahr 1997, wurde auch das neue Album von Gil Norton (Counting Crows, Patti Smith, Jimmy Eat World) produziert.

Damit kehrt nicht nur einer der definitiven Studio-Spezialisten für emotional-dynamische Laut/Leise-Produktionen an die Seite der Foo Fighters zurück. Gil Norton entlastet auch einen chronisch hyperaktiven Dave Grohl, der sich bei der letzten Studioplatte zu sehr aus dem Fenster gelehnt hatte und mit „In Your Honor“ (06/2005) ein überambitioniertes Doppelalbum auf die Welt losließ, das auf der einen Seite derbe rocken sollte und auf der anderen mit kuscheligen Akustiksongs einschläferte.

Mit 20 konzeptionell gegliederten Songs wollten die Foo Fighters eindeutig zuviel und auch ein Dave Grohl musste spüren, wie er als Komponist, Texter, Sänger, Gitarrist und Produzent in einer Person langsam an seine Grenzen stößt. Doch wie im Prinzip ein und dasselbe Konzept auf ein Album komprimiert funktionieren kann, zeigt nun „Echoes, Silence, Patience & Grace“, der sechste Studio-Output der Foo Fighters. Darauf versammeln Grohl und Co. sämtliche Markenzeichen des Foo-Fighters-Sounds, bringen aber auch ein neue Einflüsse ein, die sich sowohl an ur-amerikanischen Country- und Folkelementen („Strange things have happenend“, „Long road to ruin“, „Summer’s end“), als auch an der Melodieverliebtheit der Beatles orientieren („Statues“).

So gibt es neben dem typisch treibenden Brüll-und-Schrei-Rocker („The pretender“) ebenso hübsche Balladen („Come alive“) wie eine total überflüssige Fingerübung auf der Gitarre („Ballad of the Beaconsfield Miners“) zu bestaunen, die als einziger Ausfall zu verbuchen ist. Dazu hört der FF-Kenner diverse Verweise auf bandeigene Klassiker wie „Learn to fly“ oder „Everlong“ heraus, die in Stücken wie „But, honestly“ und „Cheer up, boys“ vorkommen. Damit kann die grohlsche Rasselbande nach wie vor keinen Innovationspreis gewinnen, zumal das Songwiting ihres Chefs zunehmend einer Art Baukastenschema gleicht. Dennoch kann „Echoes, Silence, Patience & Grace“ durchaus als geglückt bezeichnet werden, da es den Ideenansatz von „In Your Honor“ auf ein erträgliches Normalmaß herunterbricht.

Anspieltipps:

  • Statues
  • Come alive
  • But, honestly
  • The pretender
  • Long road to ruin
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