Hank Shizzoe - Headlines - Cover
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Hank Shizzoe Headlines


  • Label: Blue Rose Records
  • Laufzeit: 62 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Dieses Album ist eine eindrucksvolle Hörstellung Shizzoes individueller musikalischer Klasse.

Vorschlag: Würde man die Schweiz mit großflächigen Berg- und Gebirgskettensprengungen ebnen, wäre die ganze Geschichte vor Ort nicht nur übersichtlicher, sondern auch hervorragend geeignet, um sich zur Musik von Hank Shizzoe auf die Harley zu schwingen und gemütlich über die dann geplätteten Alpen zu brettern. Denn seine Mischung aus poppigem Country, Folk und Blues Rock klingt teilweise authentischer als bei manchem eingesessenen nordamerikanischen Singer/Songwriter selbst. Dementsprechend sind auch Vergleiche zu Genre-Heroen wie Ry Cooder, Mark Knopfler oder Bob Dylan hier auch sehr unverkrampft anzusetzen.

Mit seiner Band The Directors veröffentlicht Hank (eigentlich Thomas Erb) nun sein Debüt „Headlines” auf Blue Rose Records. Nach dreizehn Jahren Zusammenarbeit mit dem Label Crosscut auch für Shizzoe Neuland. Der Musik scheint es nicht geschadet zu haben. Die mit viel Liebe zum Detail ausgestatteten Songs und ihre scheinbar locker aus dem Ärmel geschüttelten Melodien sprechen für sich. „Are We There Yet“ und „Hey Now Say Now“ erinnern an Springsteens beste Zeiten (mit seiner E Street Band) oder auch an frühe Dire Straits Stücke. Für den ausgiebigen Roadtrip auf der Route 66 bestens geeignet.

Bei „The Farmer’s Song (Song For Ali) wünscht man sich dann allzu gerne einen gut gereiften Whiskey in die Kehle. Dieser Song ist genauso lässig, wie auch das entspannte „Flash In The Pan“. In beiden Fällen von eindringlichen und beseelten Gitarrenklängen getragen. Die einzige Fremdkomposition auf Headlines, der Bob Dylan Klassiker „Yeah! Heavy And A Bottle Of Bred” ist ebenso erwähnenswert wie der Titeltrack selber. Hier dürfen seine Direktoren dann einmal nach Herzenslust aus sich hinausgehen und ihre Instrumente auf die Überholspur manövrieren. Hank Shizzoe präsentiert auf „Headlines“ sein ungemein feinsinniges Gespür für Slowsounds, sowie erdigen und bodenständigen Americana Rock. Letzterer hervorragend zur Geltung kommend auf „The Sailor And The Queen” und „Thanks I’m Feeling Fine”.

Dieses Album ist eine eindrucksvolle Hörstellung Shizzoes individueller musikalischer Klasse und bietet anspruchsvolle Musik, die sich keineswegs hinter seinen amerikanischen Vorbildern zu verstecken braucht. Und auch wenn der zu Beginn angeschnittene Aufruf zur Schweizer Tieferlegung dann doch eher nicht in die Tat umgesetzt werden kann: „Headlines” lässt sich bestimmt auch sehr gut zwischen Gletscherspalten und Bergtälern zum akustischen Gemüte führen.

Anspieltipps:

  • Are We There Yet?
  • Yea! Heavy And A Bottle Of Bred
  • Headline
  • Flash In The Pan
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