Desaster - 666 Satan´s Soldier Syndicate - Cover
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Desaster 666 Satan´s Soldier Syndicate


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 37 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Hinter den kryptischen Bezeichnungen Sataniac (Gesang), Infernal (Gitarre), Odin (Bass) und Tormentor (Schlagzeug) stecken vier Typen aus Koblenz, die mit einem Konglomerat aus Death, Black und Thrash Metal bereits seit 1988 ihr Unwesen in der deutschen Metal-Szene treiben. Zwar handelt es sich bei der Besetzung auf dem recht plakativ benannten „666: Satan´s soldiers syndicate“ nicht um die originale aus Anfangstagen, aber den eigens kreierten Genremix haben sich Desaster durchaus beibehalten und legen nun die mittlerweile sechste Scheibe nach.

An und für sich klingt das dann so wie eine Mischung aus den bekennenden Einflüssen der Band wie Sodom, Motörhead oder Venom. Vor allem letztere ist verantwortlich für gelegentlich übertriebene Gesten, die natürlich mit einem Augenzwinkern ausgeführt werden und nie ganz ernst zu nehmen sind. So darf es nicht stören wenn Sataniac in „Satan´s soldiers syndicate“ erst eine Weile braucht, bis sich seine Stimme auf eine annehmbare, rohe Energie eingependelt hat, denn den Rest der Platte liefert er eine durchaus passable Vorstellung ab, auch wenn es nicht schaden würde, wenn er mal deutlicher ins Mikro kotzt.

Musikalisch brettern Desaster meist mit thrashend-schreddernden Gitarren im Uptempo durch die neun Tracks (Intro ausgeschlossen) und sorgen mit einer saftigen Black- und Death Metal-Schlagseite für die richtige kernige Abwechslung. Auf jeden Fall sollte hier jeder, der mit einem kurzweiligen Black/Thrash-Output etwas anfangen kann, in „666: Satan´s soldier´s syndicate“ reinhören, denn mit „Razor ritual“ und „Hellbangers“ fahren die Deutschen zwei mächtige Granaten auf, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Anspieltipps:

  • Hellbangers
  • Razor Ritual
  • Vile We Dwell
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