Aeon - Rise To Dominate - Cover
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Aeon Rise To Dominate


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach der ganzen weichgespülten Scheiße, die im beständigen Monatsrhythmus als Metalcore auf meinem Schreibtisch landet, ist eine Scheibe wie “Rise to dominate” eine wahre Bereicherung. Nicht nur, dass sich die Herrschaften Tommy Dahlström (Gesang), Daniel Dlimi (Gitarre), Zeb Nilsson (Gitarre), Max Carlberg (Bass) und Nils Fjellström (Schlagzeug) selbst keine Verschnaufpausen gönnen und vom Beginn an alles niederholzen und brandschatzen, was sich ihnen in den Weg stellt, die zweite Aeon-Platte eignet sich auch hervorragend zum Dampf ablassen.

Zwar unterscheiden sich die vier Opening Tracks (wie auch die meisten, restlichen Stücke des Longplayers), „Helel ben shaghar“, „Spreading their disease“, „Living sin“ und „Hate them“, was Doublebass-Attacken, raue Vocals, Growls und sägende Gitarren anbelangt nur minimal voneinander, sind aber mit einer dermaßen präzisen und technischen Arbeit an den Instrumenten verbunden, sodass die eine oder andere ähnliche Struktur nicht wirklich stark ins Gewicht fällt. Das im Vergleich zu den vorangegangenen Hassbrocken gedrosselte und walzende „You pray to nothing“ sorgt dann für einen kurzen, aber sinnvollen Einschnitt, bis „Caressed by the holy man“ wieder mit Tempo 180 gegen „House of greed“ aufprallt, das mit der Zeile „Burn the church down“ großes Potential als Hymne für alle Satanisten und solche, die es noch werden wollen, hat. Aeon halten mit ihren Ansichten eben nicht vor dem Berg, was das schwer groovende „There will be no heaven for me“ mit dem Zugeständnis „I believe in satan and he believes in me“ nur unterstreicht.

Nach einer gnadenlos prügelnden Vollbedienung in „Godless“ geht es jedenfalls mit „When the war comes“ in derselben Manier weiter, gelegentlich aufblitzende Solos und schädelspaltende Nackenbrechergarantie mit inbegriffen. Bevor uns die Schweden mit dem atmosphärisch gehaltenen „No one escapes us“ dann zum Ausgang begleiten, holzen sie in „Luke 4:5-7“ (eine Stelle in der Bibel über die Versuchung Jesus Christus durch den Teufel) noch einmal alles gepflegt nieder. Das macht unterm Strich eine Todesblei-Veröffentlichung, die nicht nur mit einer ordentlichen Produktion durch Dan Swäno (Opeth, Theatre Of Tragedy) glänzt, sondern auch durch ihre kompromisslose Darbietung. Wer „Rise to dominate“ also im Schrank stehen haben will, soll sich folgende Worte des Teufels zu Herzen nehmen: „Wenn du mich nun anbetest, so soll sie ganz dein sein“

Anspieltipps:

  • Hate Them
  • House Of Greed
  • When The War Comes
  • There Will Be No Heaven For Me
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