Llibert Fortuny - Double Step - Cover
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Llibert Fortuny Double Step


  • Label: Emarcy/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 55 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Llibert Fortuny hat mit seinen 30 Jahren schon so einiges erreicht. Der spanische Altsaxophonist studierte auf dem renommierten Berklee College Of Music in Boston und hat seit dem die Bühne auch schon einmal mit Größen wie Chick Corea geteilt. Mittlerweile hat er sich zu einem der wenigen international bekannten spanischen Jazzern gemausert, sein Debütalbum „Un Circ Sense Lleons“ erhielt durchaus wohlwollendes Kritikerecho. Das wird sich auch mit seiner zweiten Platte nicht ändern, auch wenn sie vielleicht ein wenig zu unspektakulär daherkommt.

Präsentiert wird dem Zuhörer gefälliger, gut konsumierbarer Jazz mit deutlichen Rock- und Funkeinschlägen. Stellvertretend für diesen Sound ist der schön betitelte Opener „What The Fuck Jam Session“, bei dem sogar ein Beatboxer zum Einsatz kommt. Schön, dass hier der Blick über den Tellerrand gewagt wird. Leider gibt es nicht viel mehr solcher abgedrehten Ideen zu hören und so kommt es immer mal wieder zu leichten Ermüdungserscheinungen, vor allem wenn Fortuny und seine drei Mitmusiker in etwas abgegraste musikalische Gefilde abdriften. Absolut überzeugen hingegen kann jederzeit die warme und gefühlvolle Intonation des Saxophonisten.

Schlussendlich heben vielen äußeren Einflüsse „Double Step“ über den Durchschnitt, neben Rock und Funk sind es vor allem die spanischen und arabischen Elemente. Wenn Fortuny weiter an seinem eigenen Stil arbeitet und es schafft, seine Einflüsse noch reibungsloser in diesen einzubauen, dann wird man sicher noch einiges von ihm hören.

Anspieltipps:

  • What The Fuck Jam Session
  • Mau Mau
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