Collective Soul - Afterwords - Cover
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Collective Soul Afterwords


  • Label: India Records
  • Laufzeit: 41 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Collective Soul haben die Zeichen der Zeit erkannt. Die Plattendindustrie steckt in der Krise, neue Konzepte müssen her. Deswegen kooperiert die Band in den USA für den Verkauf ihres neuen Albums „Afterwords“ exklusiv mit einer großen Supermarktkette. Auch online wurde die Entwicklung nicht verschlafen, innovative Modellen für die digitale Distribution sorgen dafür, dass der Rubel rollt. Schade nur, dass bei so viel betriebswirtschaftlichen Spürsinn die Kreativität der Musik irgendwo auf der Strecke geblieben sein muss.

Die ersten Sekunden von „New Vibration“ sind dabei noch überraschend viel versprechend. So viel Power hätte man einer Band, die durch den belanglosen Radiohit „Shine“ groß wurde, gar nicht zugetraut. Doch zu früh gefreut, schon in der ersten Strophe herrscht dann die große Langeweile mit kraftlosem Gesang und nichts sagenden Melodien. Da kann der Sound noch so differenziert sein, überzeugend ist das nicht.

Es scheint so, als ob sich die Band seit den Neunzigern kein Stück weiterentwickelt hat. Nur feine Details wie hier und da ein elektronischer Loop weisen daraufhin, dass wir uns im Jahr 2008 befinden. Die angeblich so tiefgründigen Texte klingen auch eher nach austauschbarem College Rock. Annehmbare Songs sind allenfalls die etwas schnelleren „All That I Know“ und „I Don’t Need Anymore Friends“ (hier gibt es sogar mal ein wenig interessantes Gitarrenspiel) sowie die einzige gelungene Ballade „Adored“. Gegen den Rest der lahmen Lieder wirken Bon Jovi wie purer Speed Metal.

„Afterwords“ ist eine dieser Platten, die man schon während dem Hören vergisst. Weder gut, noch schlecht, vermag sie es einfach durch nichts aufzufallen und geht gnadenlos in der Masse bemerkenswerterer Musik unter.

Anspieltipss:

  • New Vibration
  • I Don’t Need Anymore Friends
  • Adored

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