Sean Kingston - Sean Kingston - Cover
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Sean Kingston Sean Kingston


  • Label: Neo/SonyBMG
  • Laufzeit: 49 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Beluga Heights nennt sich das neu gegründete Label von Erfolgsproduzent Jonathan „J.R.“ Rotem. Rotem hat unter anderem Songs für 50 Cent, Rihanna, Britney Spears und Snoop Dogg produziert. Sean Kingston ist der erste Musiker, der bei Beluga Heights unterkommt. Der erst 17jährige Enkel des jamaikanischen Produzenten Jack Ruby gilt für Rotem als extrem vielversprechendes Talent. Nachdem Rotem zum ersten Mal in den Genuss von Seans Gesang kam, lobte er ihn in großen Tönen: „Sein Sound war etwas ganz Besonderes...und ich bin sicher, dass Sean es bis ganz nach oben schaffen kann.“ Viele Vorschusslorbeeren, die Rotem seinem Schützling entgegenbrachte. „Mein Ziel als Künstler ist es, kraftvolle und zeitlose Musik zu machen.“, entgegnete Sean bodenständig. Doch vielleicht hat Sean wirklich das Potential Rotems Erwartungen zu erfüllen?!

Sean rappt und singt zu Rotems Arrangements aus Hip-Hop, Reggae und Pop. Sein leichter Dialekt zeugt dabei immer von seiner jamaikanischen Abstammung und verleiht den Songs eine exotische Frische. Für derbere Rap-Nummern, wie das von Sean selbst verfasste und für sein erstes selbstbetiteltes Album von Vybz Kartel neu geremixte „Colors“, wurden Gastrapper wie The Game oder Rick Ross verpflichtet, die für die nötige Durchschlagskraft sorgen. Hingegen sind die luftigen Reggae-Pop-Affären wie das sommerliche „Me Love“ oder die erste Single „Beautiful Girls“, der ein Sample aus dem Ben King-Soulklassiker „Stand By Me“ als Grundlage dient, bestens auf Sean zugeschnitten und bedürfen keiner musikalischen Unterstützung.

Im beschwingt fröhlichen „There’s Nothin” duelliert sich Sean mit der entzückenden Paula DeAnda. Das pumpende, an Outkast erinnernde „Got No Shorty“ basiert auf einem Sample des weltbekannten Jazz-Titels „I Ain’t Got Nobody“ von Louis Prima und „I Can Feel It“ bedient sich fleißig bei Phil Collins „In The Air Tonight“. Dabei bestimmen meist positive Vibes den Sound des Jamaikaners, der mittlerweile in Kalifornien sein neues zu Hause gefunden hat. Doch auch ernsthafte Themen werden angesprochen. So besingt Sean in „Dry Your Eyes“ das Schicksal, das ihm als 15-Jähriger wiederfuhr, als seine Mutter und seine Schwester eine Gefängnishaft antreten mussten. „Es war heftig, als die Beiden plötzlich weg waren…das war einfach zuviel. Mann, ich war fünfzehn.“

Ebenso bilden die heftigen Beats der Rap-Titel „Kingston“, „Drummer Boy“, „That Ain’t Right“ und „Colors“ einen bewölkten Konterpunkt zu den sonnigen Reggae-Instrumentals. Und auch wenn Sean die reggae-dominierten Stücke besser zu Gesicht stehen, sorgen die basslastigen Raps für angenehme Variation und zeigen die Vielseitigkeit des Duos Rotem/Kingston.

„J.R. ist ein talentierter Kerl und ein grandioser Produzent... Gemeinsam sind wir unschlagbar. Ich bin bereit, der Welt zu zeigen, was ich drauf habe“, posiert Sean. Eines steht auf jeden Fall fest: Kein schlechtes Debüt des jamaikanischen Newcomers, von dem sicher in Zukunft noch einiges zu hören sein wird.

Anspieltipps:

  • Kingston
  • Beautiful Girls
  • There’s Nothin
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