Editors - An End Has A Start EP - Cover
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Editors An End Has A Start EP


  • Label: PIAS/Rough Trade
  • Laufzeit: 24 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Betont schleppende Rhythmen und unheilsschwangere Gitarren- und Keyboardwände.

Obwohl die Editors auf ihrem nach wie vor aktuellen Album „An End Has A Start” viele gute bis sehr gute Songs haben, scheinen die Briten noch immer jede Menge starkes Material auf Halde zu haben, das sich für eine Veröffentlichung lohnt. Deshalb wird die zweite Singleauskopplung aus dem gleichnamigen Album wohlweißlich zu einer EP aufgestockt, die neben dem Titeltrack in der Original- und in einer Akustikversion auch noch vier nagelneue Stücke enthält.

War das Editors-Debüt „The Back Room“ (07/2005) fast komplett in schwarze Farbtöne gehüllt, die deutlich signalisierten, dass die Herren aus Birmingham zum Lachen in den Keller gehen, kam beim Zweitwerk „An End Has A Start” (06/2007) die leise Hoffnung auf, dass es doch nicht ganz so schlimm um die Gemüter der Musiker steht. Denn in die vorhandenen Schwarz- und Grautöne mischten sich plötzlich helle, fröhliche Farben, die sich auch musikalisch ausdrückten.

Doch zu früh gefreut! Die vorliegende EP kehrt farblich wie musikalisch in tiefe Molltöne zurück, was der Intensität der Songs nur gut tut. So kommt das titelgebende Stück im Original noch als treibender Wave-Rocker mit klarer 80er-Jahre-Affinität ums Eck geschossen, während die Akustikversion Fahrt herausnimmt, dadurch düsterer klingt und mehr in Richtung The Cure als Joy Division tendiert. Damit ist die Richtung vorgegeben, die in den knapp 25 Minuten Spielzeit konsequent durchgehalten wird.

Songs wie „An eye for an eye“, „The picture“, „Some kind of spark“ und „Open up“ bauen mit betont schleppenden Rhythmen, unheilsschwangeren Gitarren- und Keyboardwänden und der dunklen Gesangsstimme von Mastermind Tom Smith eine bedrohlich-düstere Stimmung auf, die sich wie ein Schleier um den Hörer legt, bis dieser vollkommen von der Faszination um die Düsternis im Editors-Sound gefesselt ist. Absolut richtig, diese Songs mussten ganz dringend sofort raus – und nicht erst auf dem nächsten Album verbraten werden, denn einen besseren Begleiter eines bereits sehr guten Albums als diese EP kann es kaum geben!

Anspieltipps:

  • Open up
  • The picture
  • An eye for an eye
  • Some kind of spark
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