Leo Can Dive - Leo Can Dive - Cover
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Leo Can Dive Leo Can Dive


  • Label: Virgin/EMI
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Was haben die Kooks, Madsen, The Subways, Louis XIV und We Are Scientists gemeinsam? Sie alle trafen während ihrer Touren auf verschwitztes Publikum und das, obwohl sie noch keinen einzigen Ton gespielt hatten. Der Grund waren ihre vorzüglichen Anheizer in Form von Leo Can Dive, die ihr Können nun auf ihrem ersten Longplayer präsentieren. Das gleichnamige Debütalbum zeigt unverblümt die Spielfreude der vier Herren, die sowohl in Weilheim, als auch in Köln an ihrem Erstling bastelten.

Wenn Leonard Schupper (Lead Gitarre), Guido Conrad (Schlagzeug) und André Lapehn (Bass) musizieren, dann produzieren sie damit eine regelrechte Welle an Glücksgefühlen und Bewegungsdrang. Auf dieser Grundlage fixiert Matthias, seines Zeichens Sänger und Gitarrist der Diver, jeden einzelnen Song zu einer kleinen Indie-Rockperle, indem er – der Stimmung entsprechend – sowohl dezent, als auch direkt seine Geschichten aus dem Alltag vorträgt. „Emo Girl“ schmeichelt vom ersten Hören an, bereits an dieser frühen Stelle des Albums kann man sich entspannt zurücklehnen, denn man spürt: Hier wird noch unverpfuscht und ehrlich in die Saiten gegriffen. „Lonely Plan“ oder „Hear Mr. Calling“ charakterisieren sich durch Melodien, die sich sofort ins Langzeitgedächtnis befördern.

Kurz und gut: An diesem Album hat man mehr als nur einmal Spaß. Einziger Wehrmutstropfen: Die Band zieht ihren Stil während der ganzen Laufzeit eisern durch. Das könnte für Freunde des Abwechslungsreichtums etwas eintönig erscheinen. Die Duisburger Jungs haben schon jetzt eine beachtliche Fanbase hinter sich, die ihnen den Rücken stärkt, was von den zahlreichen, eingangs erwähnten Konzerten her rührt. Dank Leo Can Dive kann nun auch im Wohnzimmer den wohlklingenden Tönen gelauscht werden, was die Anzahl der Leo-Supporter noch weiter in die Höhe schnellen lassen dürfte.

A propos Wohnzimmer: Die Gesangsparts wurden angeblich im Wohnzimmer des Herrn Schmitz aufgenommen, indem man das Sofa um neunzig Grad drehte und somit kurzerhand zur Gesangskabine umfunktionierte. Bleibt die Frage, wann Leo Can Dive mit ihrer eigenen Tour durch die Lande ziehen und wer für sie Vorband sein wird; in jedem Fall sollten die Konzertbesucher hitzeresistent sein.

Anspieltipps:

  • Gatecrasher
  • Emo Girl
  • Lonely Plan
  • Hear Mr. Calling
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