Necro - Death Rap - Cover
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Necro Death Rap


  • Label: Plastic Head/Soulfood
  • Laufzeit: 37 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Um Credibility braucht sich Ron Braunstein alias Necro nicht zu kümmern. Der in Brooklyn, New York aufgewachsene Rapper hat sich seine Underground-Fanbase durch Kompromisslosigkeit und stetige Veröffentlichungen gesichert und von mal zu mal selbst in einschlägigen Metal- und Rockbands wie Hatebreed, Sepultura, Testament oder Fates Warning, die auf anderen Platten des Amis bereits Gastfeatures hatten, vergrößert. Mit Psycho+Logical betreibt er sein eigenes Label und wenn ihn mal eine Plattenfirma so richtig ankotzt, dann lässt er sich eben in einen seiner provokanten und exzessiven Raps über sie aus.

Wie auch auf „Death rap“, seinem bislang sechsten Solo-Werk, das mit Titeln der Marke „Mutilate the beat“, „Technician of execution“, „As deadly as can be“ oder „Evil rules“ und großkotzigen Ansagen wie „Skills are my intellect to learn me to kill you in a sec“ nicht damit geizt in welche Richtung und auf welche Wellenlänge sich Necro eingeschossen hat. Abgetrennte Körperteile und sonstige Verstümmelungen sind hier an der Tagesordnung, der Tod allgegenwärtig, wodurch auch die eigene Genrekreation ihre Berechtigung erlangt. Nebenbei gibt es dann noch Aushilfe von Scott Ian (Anthrax), Mark Morton (Lamb Of God), Harley Flanagan (Cro-Mags), Brian Fair (Shadows Fall) oder Ray Alder (Fates Warning).

Zwar schwächelt die Platte in der Produktion, weswegen die metallisch angehauchte Musik etwas dünn und mit wenig Druck aus den Boxen zischt, dafür besitzt Necro den perfekten Flow und zahlreiche Ideen, die so manchem Output aus deutschen Landen die lange Nase zeigen. Als Beispiel sei nur mal „As deadly as can be“ genannt, welches durch unbeherrschtes Klaviergeklimper im Hintergrund in Kombination mit den Raps gut und gerne von Boulez oder einem anderen seriellen Musiker stammen hätte können. Alles in allem für Hardcore-HipHopper ein gefundenes Fressen, alle anderen finden die Thematik und Wortwahl, der sich Necro bedient, mit ziemlicher Sicherheit zu krank und abgedreht. Am besten selber antesten!

Anspieltipps:

  • Keeping It Real
  • Mutilate The Beat
  • Portrait Of A Death Rapper
  • Suffocated To Death By God´s Shadow
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