Heartbreak Engines - One Hour Hero - Cover
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Heartbreak Engines One Hour Hero


  • Label: People Like You/SPV
  • Laufzeit: 40 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Fourty Minutes Hero! Lediglich beim Albumnamen haben die fünf von den Heartbreak Engines ein klein wenig geschummelt. Aber die fehlenden zwanzig Minuten werden von der geradezu heldenhaften Spielfreude des Ruhrpott-Fünfers mehr als wett gemacht. Das dritte Album des deutschen Quintetts ist die konsequente Weiterentwicklung einer Band, die mittlerweile unglaublich siegessicher die besten Bestandteile aus Rock’n’Roll, Punkrock und hartem Rocksound vereint und diese so zu ihrem ganz persönlichen Stil zusammenwachsen lässt. „One Hour Hero“ lärmt, spuckt und kratzt wie ein ungewaschener und unerzogener Straßenköter. Und das ist gut so!

Bereits der Titeltrack brettert zu Beginn dermaßen derbe um die Ecke, dass einem Hören und Sehen vergeht und das darauf folgende „Black Gold Rebel” stampft wie eine gut geölte und hoch getunete Monstermaschine vor sich her, um mit seinen sperrigen Gitarrenbrettern jeglicher Kritik den Weg zu versperren. Ob das eher rockig melodiös anmutende „Give It Up” oder der Iron Maiden-Gedächtnis-Riff auf „Invisible Wounds”. Das rast ungebremst ins Ohr und bringt die Synopsen zum glühen.

Dazu die leicht angekratzte Stimme von Frontmann Lou, die dem Heartbreaksound diesen untrüglichen rauen Touch verleiht. Und wenn dann auf dem grandiosen „Gunwitch” auch noch der Demented-Are-Go-Sänger Sparky zum mitkrächzen dazu gebeten wird, bleibt kein Auge mehr trocken. Auch die unerwartete 180-Grad-Drehung auf „Bad Job Jesus” steht den Heartbreak Engines gut zu Gesicht. Wenn nämlich plötzlich der Swing in die Tür tritt und diese Midtempo-Deluxe-Nummer damit zum geheimen Prunkstück dieser Platte avanciert.

Druckvoller Sound, wirbelnde Kickdrums und raue Gitarren machen „One Hour Hero“ zu einem fulminanten und energiegeladenen Rocktrip erster Kajüte. Wo andere Bands verzweifelt ihren eigenen Erwartungen hinterherhinken, prügeln die Heartbreak Engines die Psychobillie-Katze aus dem Sack und zeigen wie man es machen muss – wenn man es denn kann.

Anspieltipps:

  • One Our Hero
  • Black Gold Rebel
  • Bad Job Jesus
  • Gunwitch
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