REO Speedwagon - Find Your Own Way Home - Cover
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REO Speedwagon Find Your Own Way Home


  • Label: Edel Records
  • Laufzeit: 59 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Wenn sich altgediente Bands wie z.B. Genesis und The Police nach vielen Jahren der musikalischen Abstinenz reformieren, um ohne einen einzigen neuen Song auf fürstlich bezahlte Welttourneen zu gehen, dann geht es den älteren Herren wahrscheinlich um Spaß und etwas Abwechslung vom tristen Millionärsleben, aber mit Sicherheit um einen dicken Haufen Geld, der den auf Nummer sicher agierenden Musikern von nostalgietrunkenen Fans lastwagenweise in die Geldspeicher gekarrt wird. Wirklich spannend ist das nicht. Deshalb gilt, wer mutig ist, geht das Risiko ein und liefert vorher ein neues Album ab, so wie The Who, die sich mit „Endless Wire“ (2006) zugegebenermaßen ein Steinchen aus der Krone brachen, oder REO Speedwagon, die Könige des AOR (Adult Oriented Rock).

Fast zehn Jahre war die Band aus dem Mittleren Westen der USA um Mastermind Kevin Cronin (Musik, Texte, Gesang, Rhythmusgitarre) von der Bildfläche verschwunden. Zumindest stammt das letzte Studioalbum „Building The Bridge“ aus dem Jahr 1996. Doch die Vorläufer ihres „Find Your Own Way Home“ betitelten Comebacks reichen bereits in das Jahr 2002 zurück, als REO Speedwagon einen Gig in Wisconsin spielten, der zur Initialzündung für eine Arena-Tour mit Journey und Styx wurde, auf der die Mannen um Kevin Cronin (Dave Amato an der Gitarre, Bruce Hall am Bass, Neal Doughty an den Keyboards und Bryan Hitt am Schlagzeug) soviel Energie und Kreativität tankten, dass am Ende ein neues Album dabei heraussprang.

Mit sicherer Hand liefert das Quintett zehn Songs ab (die europäische Version enthält zudem vier akustische Bonus Tracks), die nicht selten an die große Zeit in den 70er und 80er Jahren anknüpfen, als REO Speedwagon mit Hits wie „Can’t fight this feeling“ und „Take it on the run“ die Hitparaden stürmten und ausverkaufte Tourneen vorweisen konnten. Damals wie heute firmiert dieser Sound als klassische Erwachsenenrockmusik, die großen Wert auf zeitlose Melodien und eine gemäßigte Instrumentierung legt.

Mit Sex, Drugs & Rock’n’Roll hat dies wahrlich nichts zu tun. Aus diesem Grund werden AOR-Bands meistens etwas schief angeschaut. Doch für die Ü-50-Zielgruppe ist ein Album wie „Find Your Own Way Home“ wie geschaffen. Und mit hartnäckigen Ohrwürmern wie „I needed to fall“, „Run away baby“ und „Dangerous combination“ dürften selbst jüngere Generationen warm werden, denn Ehrlichkeit und Authentizität lässt sich einfach heraushören.

Anspieltipps:

  • I needed to fall
  • Run away baby
  • Let my love find you
  • Dangerous combination
  • Find your own way home
Dieser Artikel ging am um 14:25 Uhr online.
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