Tomcraft - For The Queen - Cover
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Tomcraft For The Queen


  • Label: Kosmo/GROOVE ATTACK
  • Laufzeit: 57 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Waschzettel zu „For the queen” lobt Thomas Brückner alias Tomcraft als Prophet, Wegbereiter und bodenständigen Menschen, dem „Frau und Kinder heilig sind”, vielleicht etwas zu sehr in den Himmel. Trotzdem ist ihm mit seinem neuesten, zwischen Trance, Electro, House und Techno pendelnden Output eine interessante Mischung und ein durchaus empfehlenswertes Album im elektronischen Sektor gelungen. Gleich mit dem Opener „Broadsword calling Danny Boy“ mit Sänger Jimmy Pop der Bloodhound Gang als Vokalisten beweist der Deutsche sein Gespür für stilsichere Dance-Tracks und schafft den Spagat zwischen Pop und elektronischer Musik mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit.

Mit wummernden Bässen und Electro House-Beats geht es in „Relax“ und „People like them“ (mit Xavier Naidoo am Mikro!) weiter, während „Café del Isar“ wie dem Namen nach ersichtlich auf die Lounge-Schiene aufspringt, bevor „Thomas of Bavaria“ durch ein Feature von President Bongo der isländischen Techno/Soul-Truppe Gus Gus für gepflegte Langeweile sorgt, passiert in dem Track schließlich bis auf die leicht nervigen Lyrics und gelegentlich weiblichem Stöhnen nicht viel. Dann lieber das neunminütige Monster „Ready to go“, das trotz seiner Überlänge durch flirrende, umherschwirrende Samples und perfekten Stereo-Klang stets spannend und unterhaltsam bleibt, bis „Lick drop“ mit authentischem Gitarren- und Schlagzeugfeedback die Grenze zwischen computergenerierter Musik und Realität verwischen lässt.

Das pluckernde „Phosphor nights“ zerrt den Hörer dann auf den stroboskopdurchfluteten Dancefloor, „Escape from New York“ mutiert seiner härteren Ausrichtung zum Trotz zu einem makellosen Track sowohl für den Club als auch für zuhause, während das schwache „Ain´t no problem“ keinerlei Chancen hat den loungigen und somit ruhig gehaltenen Abschluss „For the queen“ zu übertrumpfen, womit Herr Brückner einen perfekten Abschluss für seine Platte liefert. Schade nur, dass die basslastigen Argumente die Stücke zu einem großen Teil ersticken, sonst hätte Tomcrafts vierter Longplayer den einen oder anderen schwächeren Track wieder gut gemacht. So bleibt es eben „nur“ bei einem überdurchschnittlichen Trance/Techno/House-Album.

Anspieltipps:

  • Ready To Go
  • Phosphor Nights
  • Escape From New York
  • Broadsword Calling Danny Boy
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