The Cult - Born Into This - Cover
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The Cult Born Into This


  • Label: Roadrunner/WEA
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit plakativ aufreizenden Texten aus der Feder Ian Astburys und barocken 80er-Jahre-Gitarreneinlagen geht es schnurstracks zurück in die Zeit der großen Stadionrockbands.

Obwohl Ian Astbury (45) seine Aufgabe als Ersatz-Jim-Morrison ausnahmslos gut bis sehr gut meisterte, ist sein Gastspiel bei den „Doors Of The 21st Century” vorerst beendet. Doch anstatt sein lang angekündigtes zweites Soloalbum (Arbeitstitel „Warriors Of The Mystic Plains“) zu verwirklichen, kehrt der Sänger ziemlich überraschende in den Schoß seiner angestammten Band The Cult zurück und veröffentlicht mit dieser nach sechs Jahren Pause den achten Studio-Longplayer „Born Into This“, der bereits seit dem Frühjahr 2006 von einer ausgedehnten Welttournee und einer Live-Bootleg-Schwemme im Pearl-Jam-Stil flankiert wird.

The Cult wollten sich nie in eine Schublade stecken lassen. Deshalb war das kreative Gespann Billy Duffy und Ian Astbury stets um Weiterentwicklung bemüht, ohne dabei ihre erfolgreiche (wiedererkennbare) Grundlage aus starken Riffs und Melodien außer Acht zu lassen. Damit wurden die Briten nicht gerade zu Kritikerlieblingen, erspielten sich aber in über 20 Jahren eine treue Fanschar, die sicher auch das mittlerweile dritte Comeback von The Cult mitmachen wird. Denn die zehn neuen, von Youth (The Verve, Killing Joke, Primal Scream, Embrace) produzierten Songs, knüpfen nahtlos an das an, was gemeinhin unter dem typischen The-Cult-Sound verstanden wird.

Mit plakativ aufreizenden Texten aus der Feder Ian Astburys und barocken 80er-Jahre-Gitarreneinlagen geht es schnurstracks zurück in die Zeit der großen Stadionrockbands wie z.B. Guns ’N Roses und (bitte ausfüllen:) _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _. Dabei macht schon der Opener „Born into this“ deutlich, dass The Cult nichts verlernt haben und noch immer genau wissen, was man braucht, um einen Rocksong sexy klingen zu lassen. Da pumpt der Bass und die Drums schieben stampfend nach vorne, die Gitarren kauen stur ein Rhythmusgerüst, bis die Lead Gitarre ein Solo dazwischen fräst, das sich gewaschen hat, während der Sänger mit den ganz großen Gesten über die Bühne fegt. Klingt irgendwie altmodisch? Ist es auch! Aber wer so cool und authentisch rüberkommt wie die Herren von The Cult, darf nicht dafür bestraft werden, wenn 2007 plötzlich ganz stark nach 1987 klingt. Gekonnt ist schließlich gekonnt.

Anspieltipps:

  • Savages
  • I assassin
  • Born into this
  • Dirty little rockstar
  • Sound of destruction
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