Nuclear Blast Allstars - Out Of The Dark - Cover
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Nuclear Blast Allstars Out Of The Dark


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 80 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Schon bei „Into The Light“, dem ersten Streich des Jubiläumsdoppels aus dem Hause Nuclear Blast, war das Allstars-Konzept gut aufgegangen. Beim Zweitling übernimmt nun Ex-Soilwork-Klampfer Peter Wichers die Komponistenrolle, beim ersten Album war noch Viktor Smolski von Rage für die Songs verantwortlich gewesen, dabei kommt es natürlich auch beim Sound zu einer Neuausrichtung. Nach fröhlichem Power Metal regiert nun wuchtig-düsterer Göteborgklang. Trotz der vielen verschiedenen Sänger kommt das Album nicht zerfahren daher, die Songs geben sich zwar abwechslungsreich, aber trotzdem als Einheit.

Dies war auch beim Vorgänger der Fall gewesen. die Kehrseite der Medaille war allerdings, dass unter den vielen guten Titeln keiner so wirklich glänzen konnte, ein richtiger Übersong fehlte. Dieses Problem hat sich auf „Out Of The Dark“ fast umgekehrt. Hier ist fast jeder Song ein Highlight für sich und es ist eher schwer einen Ausreißer nach unten zu finden. Schon der Opener „Dysfunctional Hours“ mit Anders Fridén (In Flames) am Mikro legt bärenstark los. Wichers Gitarrenriffs gehen genauso schnell in die Knochen, wie der Refrain ins Ohr. Für so ein Level muss sich Anders auch mit seiner Hauptband ordentlich ins Zeug legen. Die Messlatte liegt hoch, doch „Schizo“ mit Tränensackträger Peter Tätgren (Pain, Hypocrisy) kann ohne Probleme mithalten.

Mit diesen beiden Sängern hatte Wichers natürlich so etwas wie ein Heimspiel und für Göteborg-Liebhaber gibt es sogar noch mehr zu entdecken. „The Overshadowing“ und „The Gilded Dagger“ mit dem Frontduo von Nuclear Blasts neuem Ziehkind Sonic Syndicate wissen perfekt zwischen Härte und Melodie abzuwägen und offenbaren damit jene Qualität, welcher Bands aus der schwedischen Metalmetropole seit jeher auszeichnet. Zu einer kleinen Wiedervereinigung kommt es bei „The Dawn Of All“, bei der Wichers mit seinem ehemaligen Bandkollegen Björn „Speed“ Strid kollaboriert. Der Song klingt dann natürlich auch wie eine waschechte Soilwork-Nummer, was ja bei weitem nichts Schlechtes bedeutet.

Doch weiß Wichers auch mit anderen Genres umzugehen, „Devotion“ zum Beispiel ist eine waschechte Black-Metal-Granate. Raus aus dem growligen Umfeld wagt sich „Paper Trail“, das John Bushs erste Studioarbeit seit seinem Ausstieg bei Anthrax darstellt, allein deswegen schon etwas Besonderes. Doch auch der Track selber, der mit seiner rockigeren Attitüde an Bushs erste Band Armored Saint erinnert, kann sich durchaus behaupten.

Mit gut vierzig Minuten Metal ohne Absinken des Qualitätslevels ist „Out Of The Dark“ nicht nur seinem Geschwisteralbum überlegen, sondern auch eines der besten Alben, dass Nuclear Blast dieses Jahr auf die Menschheit losgelassen hat. Warum ist eigentlich nicht jedes Jahr Jubiläum?

Anspieltipps:

  • Dysfunctional Hours
  • Devotion
  • Paper Trail
  • The Gilded Dagger
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