The Destiny Program - Subversive Blueprint - Cover
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The Destiny Program Subversive Blueprint


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 51 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Start ins Musikbusiness lief für vier Jungs aus Husum an der Nordsee wie geschmiert. Johannes Formella (Gesang), Sebastian Formella (Gitarre), Sascha Bath-Ahmer (Bass) und Jim Patrick (Schlagzeug) veröffentlichten 2002 unter dem Namen Destiny mit „Diving into eternity“ ihren ersten Longplayer, der kurze Zeit später ausverkauft war und nachgepresst werden musste. Das Nachfolgewerk „The Tracy chapter“ (2004) schlug in die Metalcore-Szene ebenfalls wie eine Bombe ein und versprach dem Quartett eine rosige Zukunft neben anderen renommierten Acts aus deutschen Landen wie Caliban, Heaven Shall Burn oder Fear My Thoughts.

Mit „Subversive blueprint“, dem dritten Album unter neuer Flagge (aus Copyright-Gründen benannten sie sich in The Destiny Program um), wollen sie ein weiteres Mal zu einem kräftigen Rundumschlag ausholen, der sich leider nur als Versuch entpuppt. Alleine der Opener „The personal revolution“ verlangt vom Hörer durch seine hakenschlagende Manier bereits jegliche Aufmerksamkeit ab, die auch für den Rest des Longplayers unbedingt vonnöten ist. Zwar gebärdet sich „Welcome overboard“ und das mit elektronischen Elementen durchsetzte „Neurosis and projection“ etwas ruhiger, wirklich überzeugen können die Tracks allerdings nicht, wirken sie genau so wie der unpassende Schluss in „Walk in step with the march of history“ oder das 2 1/2 Minuten lange Klaviergeklimper am Ende von „Mithra“ völlig fehl am Platz. Gegen ein bisschen Ruhe vor dem Sturm ist eigentlich nichts einzuwenden, aber mit der hier angewandten Vehemenz verkleben The Destiny Program lediglich die Lautsprecher.

Überhaupt fehlen auf „Subversive blueprint“ richtige Knaller, da die Platte über weite Strecken durch die progressive Herangehensweise und oftmalige Tempowechsel fast genauso anstrengend ist wie ein Grindcore-Output oder die letzte The Used-Scheibe, was durch die zweifelhafte Darbietung von Shouter Johannes, der sich in „The frequency“ anscheinend von seinen Stimmbändern verabschieden will, ebenfalls nicht gerade auf positive Resonanz stößt. Hinzu kommen noch einige zwischen hart und zart changierenden Parts, die wie in „Escape the living plan“ äußerst gewöhnungsbedürftiger Natur sind, wodurch schlussendlich nur das kompromisslose Hackbrett „With a modern punk flavor“ im Kopf haften bleibt. Und das ist schlicht und ergreifend zu wenig.

Anspieltipps:

  • Daeva
  • Rebel Press
  • With A Modern Punk Flavor
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