Farewell - Isn´t This Supposed To Be Fun - Cover
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Farewell Isn´t This Supposed To Be Fun


  • Label: Epitaph/SPV
  • Laufzeit: 42 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
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Auf der absolut sicheren Seite! Man nehme eine Prise Fall Out Boy, ein Stückchen New Found Glory, vermische dies mit typischen The Starting Line oder +44-Zutaten und garniere das ganze liebevoll mit einer großen Portion melodischer Gitarrenriffs inklusive obligatorischer Hooklines und fertig ist die Pop-Punk-Torte mit Hitpotenzial.

Farewell heißt die Band aus North Carolina, die ähnlich wie ihre genreverwandten Kollegen, ein jedes Teenieherz im Sturm erobern werden. 13 perfekt durcharrangierte Songs tummeln sich auf ihrem Debüt „Isn’t This Supposed To Be Fun?”, die man ohne Ausnahme auch den oben genannten Musikkapellen zuordnen könnte. Melodik rules! Alles andere als kompliziert und äußert Radiotauglich poprocken sich die sechs durch ihre teilweise identisch klingenden Songs und verarbeiten altbekanntes zu einem massenkompatiblen Einheitsbrei.

Auch das in vergangenen Jahren für seine eher härteren Punkrockformationen bekannt gewordene Epitaph Label, scheint die zumindest kommerziellen Zeichen der Zeit erkannt zu haben. Und mit The Farewell haben sie für einen solchen Vorstoß ohrenscheinlich die geeignete Band gefunden. Zwar wird durch diverse Produktionsfeinschliffmaßnahmen, wie die Verwendung von catchy Synthesizer-Beats oder die Einpflegung pompöser Keyboardeinlagen der Versuch unternommen, sich wenigstens hierbei ein wenig von anderen Kappellen ähnlichen Stils abzugrenzen. Dies gelingt jedoch nur bedingt. Bei „Sing, Baby” und „Darling Darlene” sind da noch am ehesten gewisse Bandeigene Eigenarten im Farewell-Sound auszumachen. Der Rest gehört dann leider doch eher in die Rubrik „belanglos“.

Freunde von unkomplizierten Melodien und Texten könnten mit „Isn’t This Supposed To Be Fun?” bestimmt ihren Spaß haben. Und die mit fast 42 Minuten dann doch auch Spieldauertechnisch nicht gerade knapp ausgefallene Scheibe bietet immerhin soliden Punkpop zum gedankenlosen Nebenbeihören. Aber um als eigenständige Band voranzukommen, müssten die Fünf eines Tages den Schritt aus dem geradlinigen und kuscheligen Fahrwasser wagen. Spätestens dann wird sich zeigen, ob The Farewell auch ohne die Hilfe von Dollarscheinen nachhechelnden Produzenten bestehen können oder schließlich unter all den anderen Bands des immer größer werdenden Kommerzozeans untergehen werden.

Anspieltipps:

  • Sing, Baby
  • Darling Darlene
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