The Donnas - Bitchin´ - Cover
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The Donnas Bitchin´


  • Label: Cooking Vinyl/INDIGO
  • Laufzeit: 47 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Seit 1993 beweist die Frauen-Rock/Punkband The Donnas aus dem kalifornischen Palo Alto, dass sie ebenfalls rocken kann. Als Coverband für die Punklegende The Ramones fingen sie an und setzten später mit ihren harten Riffs, also schnörkelloser Rock/Punkmusik, ihren Siegeszug fort. Nun präsentieren die vier Frauen ihr siebtes Album.

Auf dem eigenen Label Purple Feather produziert, durfte nur ein Mann mithelfen: Co-Produzent Jay Ruston (Meat Loaf) unterstützte die ledertragenden Musikerinnen um Sängerin Brett Anderson. Textlich geht es recht einfach zu, im Gegensatz zu dem üblichen Rockklischee müssen die Männer nun einiges verbal einstecken. Stimmlich gibt Frontfrau Brett Anderson alles, aber so richtig ausdrucksstark oder variabel klingt das nicht. Die immerhin 15 Songs tragen immer den gleichen Aufbau: markantes Riff, Gesang mit 80er-Jahre-Rock unterlegt und das sorgt für eine absolute Gleichförmigkeit der Tracks. Einzeln gehört kann man das vielleicht noch durchgehen lassen, aber nach dem 15. Mal schaltet man schon etwas gelangweilt ab.

Ihre Verdienste um die weibliche Rockmusik in allen Ehren, aber da ist kaum eine Variante zu hören, eine einzige Endlosrockschleife, die auch die eingefleischten Fans irgendwann nerven muss. Der erste Song mit dem diskreten Titel „Bitchin’“ stellt das erste und fast einzige Highlight des Longplayers dar: Mit wirklich harten Riffs und ebensolchem Schlagzeug werden durch Tempowechseln die nötige Abwechselung erzeugt, die den anderen Tracks hörbar fehlt. Danach gibt es nur eher gepflegten Rock zu hören und nichts wirklich Punkähnliches. Zeitweise dröhnt es zu zahm aus den Boxen, da kann der Funke nicht überspringen. Der mehrstimmige Backgroundgesang klingt nicht schlecht, aber höchstens beim Schlusstrack „When the show is over“, der sich durch eine akzeptable Melodie abhebt, gefällt dieses Element.

Die musikalische wie finanzielle Unabhängigkeit, die das eigene Label mit sich bringt, erweist sich nicht als qualitätsfördernd, nach sieben CDs sollten die vier Frauen sich Gedanken über eine Modernisierung des Sounds oder ausgefeilteres Songwriting machen, um der Durchschnittlichkeit zu entgehen.

Anspieltipps:

  • Bitchin
  • When the show is over
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