The Flower Kings - The Sum Of No Evil - Cover
Große Ansicht

The Flower Kings The Sum Of No Evil


  • Label: Inside Out/SPV
  • Laufzeit: 75 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

„The Sum Of No Evil“ kann viel Spaß und Freude bereiten, aber wird für Langzeitfans sicherlich nicht als die spannendste Platte der Schweden in die Diskographie eingehen.

The Flower Kings. Eine dieser Bands, bei denen man glauben könnte, dass bereits nach einigen Alben alles gesagt wäre und trotzdem entzücken die Schweden den Hörer fast jedes Jahr aufs Neue mit detailverliebten, epischen Tracks, die quasi das gesamte Genre des Progressive Rock abdecken und doch in ihrem eigenen Kosmos agieren und nach eigenen Regeln spielen. Allein das Cover der zehnten Veröffentlichung der Truppe rund um Mastermind Roine Stolt (Gesang, Gitarre), Hasse Fröberg (Gesang, Gitarre), Jonas Reingold (Bass), Zoltan Csorsz (Schlagzeug) und Tomas Bodin (Keyboard) dürfte diese Aussage bekräftigen. „Dieser Fischbus sieht lustig aus, passt zur Hippie- und Flower Power-Stimmung und ist gleichzeitig ein wenig surreal, in etwa so wie die Monty Python-Sachen. Es exisiteren sowieso viel zu viele dunkle, ernsthafte und melodramatische Bands, wir dagegen wollen eine bunte und freundliche Alternative sein“ weiß Stolt darüber zu berichten, während der Opener „One more time“ mit seinen 13 Minuten behutsam aus den Boxen krabbelt.

Gemeinsam mit dem nachfolgenden „Love is the only answer“ (knapp 25 Minuten) nimmt er nicht nur die Hälfte des gesamten Longplayer ein, sondern ist auch für Flower Kings-Fans die Bestätigung, das die Schweden doch ein wenig auf der Stelle treten. Zwar kann keinesfalls davon die Rede sein, die beiden Stücke wären durch das dezente Spiel mit der Laut-Leise Dynamik langweilig, sonderlich taufrisches Material sind sie aber auch nicht. Dann schon eher das behutsame „Trading my soul“, das mit dem anschließenden „The sum of no reason“, welches in seiner Härte und Form den frühen Genesis und Yes alle Ehre macht, die zwei auffälligsten und herausragendsten Titel der Platte sind. Bevor der Abschluss mit „Life in motion“ etwas träge geraten ist, legt sich der Fünfer mit dem erstaunlich abgedrehten „Flight 999 Brimstone Air“ ordentlich ins Zeug und hält dem Namen des Stücks nach, was es verspricht und zwar einen traumwandlerischen Ausflug, begleitet vom Krähen eines Hahns oder dem Wiehern eines Pferdes, der mit Castagnetten, Moog Synthesizern, flächigen Hammond Orgel-Sounds und einem Drummer an sehr langer Leine bestritten wird.

„Wir wollten ein wahres Symphonic Rock & Prog-Album machen. Deshalb verzichten wir auf Pop-, Jazz-, alle experimentellen und Ambient-Elemente und konzentrieren uns nur auf unsere wahre Stärke, den puren Prog Rock“ erklärt Roine und nennt das Ganze „Grand Vintage Style Symphonic Prog Rock“, was in seinen Augen nichts anderes bedeutet als „Flower Kings to the Max“. Dem wollen wir mal nicht widersprechen und geben zu Protokoll, das „The sum of no evil“ viel Spaß und Freude bereiten kann, aber für Langzeitfans sicherlich nicht als die spannendste Platte der Schweden in die Diskographie eingehen wird.

Anspieltipps:

  • Trading My Soul
  • The Sum Of No Reason
Neue Kritiken im Genre „Prog-Rock“
7.5/10

MTV Unplugged: Live At Roundhouse London
  • 2018    
7/10

Topographic Drama: Live Across America
  • 2017    
Diskutiere über „The Flower Kings“
comments powered by Disqus