Fleshcrawl - Structures Of Death - Cover
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Fleshcrawl Structures Of Death


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 41 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Seit 1987 schlängelt sich jetzt schon das, was einmal Fleshcult werden soll, durch die deutsche Musiklandschaft. Anfänglich unter dem Banner Morgöth bzw. Suffocation gestartet, der beide Male durch Namensrechte geändert werden musste, gibt es erst seit 1991 offiziell unter Fleshcrawl ordentlich einen auf die Rübe. Nach über sieben Studioalben und Fans quer über den ganzen Erdball, haben Sven Gross (Gesang), Mike Hanus (Gitarre), Oliver Grbavac (Gitarre), Nico Scheffler (Bass) und Bastian Herzog (Schlagzeug) mit der achten Todesblei-Veröffentlichung „Structures of death“ die Daumenschrauben weiter angezogen und liefern perfekte Kost für Freunde von klassischem Old School-Death Metal.

Die Einleitung „Skulls of the rotten“ lässt zwar noch nichts von der mächtigen Abrissbirne vermuten, die einem in den darauffolgenden 40 Minuten durch Mark und Bein fahren wird, dafür zeugt der Titeltrack eindrucksvoll davon, dass Frontschwein Gross morgens mit Glasscherben gurgelt um seine Growls auch weiterhin auf demselben Level halten zu können. „Into the fire of hell“ webt anschließend stimmungsvoll orientalische Klänge in den Track, die durchaus ausbaufähig gewesen wären, doch da sie nur zu Beginn und Ende des Stückes erklingen, kommen diese nicht über den Status einer kleinen Spielerei hinaus. Dafür brennt ab „Written in blood“ die Luft und Fleshcult schneiden die Bremsschläuche durch, obwohl „A spirit dressed in black“ und „Anthem of death“ trotzdem noch gelegentlich dem Midtempo frönen.

In „Fleshcult“ und „About mortality“ geht es dann mit ordentlich Groove weiter und „Into the crypts of scattered souls“, „Nothing but flesh remains“ und „Rest in pain“ beziehen ihre Stärken zusätzlich aus den lyrischen Ergüssen der Band, die sich mit der präzisen und rasiermesserscharfen Darbietung der Instrumente paaren. Der Rausschmeißer „War of the dead“ ist hingegen mit seinen 5½ Minuten nicht nur der längste Knochenbrecher, sondern vereint zudem noch einmal alle Tempowechsel und Facetten von „Structures of death“ um beim Hörer einen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen. Dieser dürfte auf jeden Fall gesichert sein, liefern die Deutschen mit der achten Langrille schließlich ihr bis dato bestes und ausgefeiltestes Werk ab.

Anspieltipps:

  • Fleshcult
  • About Mortality
  • Written In Blood
  • Nothing But Flesh Remains
  • Into The Crypts Of Scattered Souls
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