Alter Bridge - Blackbird - Cover
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Alter Bridge Blackbird


  • Label: Republic/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 59 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

„Blackbird“ besitzt eindeutig mehr Metal-Power als der Vorgänger.

Der amerikanischen Band Alter Bridge ist das passiert was schon sehr vielen Musikern geschah: Nach dem erfolgreichen Debütalbum namens „One Day Remains“ bekamen sich die Plattenfirma Wind-Up Records und die Band derart über die musikalische Ausrichtung des Zweitwerks in die Haare, dass die Vier eine neue Bleibe suchten und sie fanden ihr neues Glück: Mit Republic Records gelang 2006 der Vertragsabschluß.

Die Hintermänner der Band sind bekanntlich folgende: Mark Tremonti, Scott Phillips und Brian Marshall waren vorher bei der sehr erfolgreichen Rockband Creed aktiv und gründeten 2004 zusammen mit Sänger Myles Kennedy (vorher Mayfield Four) eben Alter Bridge. Das Debüt glänzte mit harten Gitarrenriffs, trotzdem viel Melodie und einigen sehr schönen Powerballaden, die eine hübsche Abwechslung zu dem Gitarrengewitter von Tremonti und Gefolge boten. Nach vielen Tourneen vor allem in ihrer Heimat USA nahmen die vier eingefleischten Live-Musiker sich recht viel Zeit, um dreizehn neue Tracks aufzunehmen. Der Produzent Michael „Elvis“ Baskette arbeitete schon mit Incubus sowie Puddle of Mudd und war eindeutiger Wunschkandidat der Rocker. Im Gegensatz zum Debüt komponierte neben Mark Tremonti auch Sänger Kennedy mit, da er bei der ersten CD erst nach der Fertigstellung der Songs verpflichtet wurde. Neben Texten und Gesang steuerte Myles Kennedy auch Gitarrenparts dazu und bildete ein richtiges Duo mit Tremonti.

„Blackbird“ besitzt eindeutig mehr Metal-Power als der Vorgänger, mit einer gehörigen Portion Härte verarbeiten Alter Bridge vielleicht die Querelen der letzten Jahre oder wohl eher persönliche Ereignisse, die meist düsterer Natur waren. Die ersten beiden Songs geben schon kräftig Gas, wobei Myles Kennedy seine eindringliche Stimme, die so gut zu dem Sound der Rockband passt, hörbar einbringt. „Brand New Start“ gibt der einfachen Melodie mit einem eher gemäßigten Beginn den Vorrang und reiht sich in die Reihe der Powerballaden ein, die Alter Bridge eindrucksvoll beherrschen.

Acht Minuten dauert das Titelstück „Blackbird“ und in dieser Zeit zelebriert das Quartett aus den USA, was alles in einen Tracks gepackt werden kann: Gitarrenriff reiht sich an Gitarrenriff, sinnvolle Tempowechsel, klarer und guter Gesang und ein trauriger Text bilden die Bestandteile und keine Sekunde lang kommt Langeweile auf. Dieses Songungeheuer stellt sicher eins der besten Tracks , die Alter Bridge bisher schufen dar. Nach den doch recht temporeichen Tracks folgt erst mit „Watch over you“ eine Ruhepause, die beweist, dass Myles Kenndy nicht nur so herrlich aufheulen kann, sondern eine richtige Stimme besitzt. Nach dieser kurzen Verschnaufpause gibt höchstens noch der Schlußtrack „Wayward One“ die letzte Powerballade her, die anderen Tracks rocken sehr gepflegt aus den Boxen, da freut sich die Gitarren- und Drumsfraktion, die den Longplayer eindeutig bestimmt.

Sicherlich ist es notwendig, diese CD mehrmals zu hören, denn wie schon beim letzten Streich brauchen die kleinen aber feinen Melodien einfach Zeit, um zu wachsen und dann bleiben sie aber im Gedächtnis. Einige schwächere Songs verzeiht man gern, wenn die meisten Tracks den geneigten Hörer mit ihren Rockgewittern aufrütteln und erfreuen. Das Debüt hatte aber eine durchgehende hohe Qualität, da reicht dieses keinesfalls schwache Werk nicht ganz heran. Trotzdem erreicht die Band die Bewertung „gut“, denn diese Power haben nicht viele zu bieten.

Anspieltipps:

  • Ties That Bind
  • Brand New Start
  • Blackbird
  • Watch over you]

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