Dashboard Confessional - The Shade Of Poison Trees - Cover
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Dashboard Confessional The Shade Of Poison Trees


  • Label: Universal
  • Laufzeit: 34 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Seit 1999 ist der Amerikaner Chris Carrabba als Dashboard Confessional, und mittlerweile auch in einem vollständigen Bandgefüge mit Scott Schoenbeck, John Lefler sowie Mike Marsh unterwegs. Anfänglich fast ausschließlich ein Independent-Thema, wurden ab dem Auftritt bei MTV Unplugged und dem Durchbruchs-Album „A Mark, A Mission, A Brand, A Scar“ (2003) immer mehr Leute angesprochen und in der allgemeinen US-Begeisterung für Emo/HC/Punk die Nische für akustische, gefühlsbetonte Pop/Rock-Songs genutzt. Von dieser ruhigen, nüchternen Machart der ersten zwei Alben nahm Mr Carrabba nach und nach Abstand, der dem Erfolg in den USA ausgesprochen gut tat.

In Deutschland ist von dieser überbordenden Begeisterung nur wenig zu spüren, denn selbst die marketingtechnisch interessant erscheinende Neuaufnahme der Single „Stolen“ mit den Senkrechtstartern von Juli brachte nicht das gewünschte Echo, obwohl man Platz 15 der Media Control Charts erklomm. Man darf also gespannt sein, wie das in den USA bereits veröffentlichte, neue Album „The Shade Of Poison Trees“ hierzulande aufgenommen wird.

In Form von „Where There´s Gold...“ beginnt das Album schwungvoll und mitreißend, da das simple Akustikgitarren-Schema für jede Menge Dynamik sorgt und Chris Carrabba dazu so unwiderstehlich sein Herz ausschüttet. Ein typischer Dashboard Confessional-Song eben, über dessen Lieblichkeit man streiten kann, doch die Harmonien und Musikalität sind unbestritten einfach toll. So verhält es sich mit dem gesamten Album: Entweder man hat den Bezug zu intelligent massenkompatiblen Pop/Rock-Songs oder eben nicht. Positiv in der Entwicklung des Vierers ist auf jeden Fall die wieder reduzierte Instrumentierung in Richtung der ersten Veröffentlichungen. Fast ausschließlich aus Akustikgitarre, Bass, Drums und dem typischen, sanften Gesang bestehend, machen es sich alle Songs im Kopf gemütlich und offenbaren mit jedem Hören weitere Feinheiten, die nun nicht unbedingt sprachlos machen, dafür aber mit großzügigem Pop-Appeal und natürlicher Ausstrahlung vollkommen überzeugen.

Dashboard Confessional melden sich ein Jahr nach „Dusk And Summer“ bestens gelaunt zurück und steigern sich in Bezug auf das letzte Werk wieder. Das Songwriting ist dringlicher und trotzdem sommerlich leicht, wobei die in herbstlicher Melancholie badenden Momente einen guten Kontrast liefern und gemeinsam ein Album kreieren, das man gern und oft wieder auflegt.

Anspieltipps:

  • Where There's Gold...
  • Fever Dreams
  • I Light My Own Fires Now
  • The Widows Peak
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