Harry Connick Jr. - My New Orleans - Cover
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Harry Connick Jr. My New Orleans


  • Label: Columbia/SonyBMG
  • Laufzeit: 66 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Der 40jährige Sänger, Songschreiber, Pianist und Schauspieler (u.a. „Eine zweite Chance”, „Independence Day”, „P.S. Ich liebe dich“) aus New Orleans, Louisiana erfüllt sich einen Traum: Harry Connick Jr. liefert mit „My New Orleans“ eine musikalische Hommage an seine Heimatstadt ab, die als kreative Keimzelle und Schmelztiegel verschiedenster Stilarten gilt. Für einen erfahrenen Musiker wie Harry Connick Jr. kein Problem. Denn durch seine lange Karriere fühlt sich Connick inzwischen in allen Bereichen zuhause. Egal ob Pop, Country, Jazz, Swing, Gospel, R&B oder Blues – das Multitalent hat den künstlerischen Geist seiner Stadt quasi mit der Muttermilch in sich aufgesogen.

In nur drei Tagen im Juni 2007 wurden 16 Stücke für „My New Orleans“ in New York eingespielt. Dabei handelt es sich um unsterbliche Klassiker in virtuos überarbeiteten Arrangements wie zum Beispiel „Something you got“, „Working in the coal mine“, „Careless love“, „Hello Dolly“ und „Lazy bones“ sowie vier neue Songs aus der Feder von Harry Connick Jr. („All these people“, „Oh, my nola“, „We make a lot of love“ und „Do dat thing“), die sich perfekt in den Reigen einfügen. Sämtliche Songs kommen mit großer Orchester- bzw. Big-Band-Begleitung daher und klingen wie aus einem Guss. Es besteht deshalb zu keiner Zeit die Gefahr, dass es etwa bei den ruhigen Liedern zu kitschig wird (wunderschön: „Let them talk“) oder die Musiker bei schnellen Tracks zu dick auftragen und die Jazz-Kings heraushängen lassen („Jambalaya“).

Auf „My New Orleans“ hört man echte Vollblutmusiker mit Herz und Seele bei der Arbeit, die ihnen ein großes, hörbares Vergnügen bereitet, und keine Neo-Swing/Jazz-Heinis, die schnell auf irgendeinen Trend-Zug aufgesprungen sind. Deshalb hat sich bei Harry Connick Jr. in all den Jahren auch nie die Frage gestellt, ob es sich um einen singenden Schauspieler oder einen schauspielenden Sänger handelt. Was der Bursche musikalisch anpackt (das Filmfach müssen andere unter die Lupe nehmen) ist in aller Regel über jeden Zweifel erhaben. Genau wie „My New Orleans“, das ein überragendes Spiegelbild des Sounds der Stadt am Mississippi darstellt und den gebeutelten Menschen in Louisiana, die noch immer unter den Folgen des schlimmen Hurrikans „Kathrina“ leiden, Balsam auf ihre Seelen streicht.

Anspieltipps:

  • Someday
  • All these people
  • Something you got
  • Working in the coal mine
  • Jambalaya (on the bayou)
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