Coheed And Cambria - Good Apollo, I´m Burning Star IV, Vol. 2: No World For Tomorrow - Cover
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Coheed And Cambria Good Apollo, I´m Burning Star IV, Vol. 2: No World For Tomorrow


  • Label: Columbia/SonyBMG
  • Laufzeit: 60 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Das abschließende Kapitel in der Saga von Coheed und Cambria Kilgannon ist da! Und vorerst zum letzten Mal heißt es: „des einen Freud, des anderen Leid“. Denn die Mannen um Mastermind Claudio Sanchez haben es tatsächlich geschafft, die sonst so einhellige Prog-Rock-Gemeinde zu spalten. Wirre Story, schwach abgekupferte Musik und gleichzeitig zu kommerziell, urteilen die Gegner, während die Fans jeden noch so abgedrehten Winkelzug von C&C begeistert aufnehmen.

Für den Schlussakt hat es sich die zwischenzeitlich zum Trio geschrumpfte Band – bewusst oder unbewusst – verkniffen, den vollständigen Titel des vierten (und wirklich letzten?) Teils des musikalischen Fortsetzungsromans aus dem Hause Coheed And Cambria auf das Cover zu drucken. War und ist ja auch irgendwie lächerlich, denn am Ende wird eh nur mit dem Kurztitel über das Werk berichtet und gesprochen. Aber wer die Information dennoch will: „Good Apollo I’m Burnig Star IV, Volume 2: No World For Tomorrow“ heißt das gute Stück in voller Länge. Es ist der direkte Nachfolger von „Good Apollo, I’m Burning Star IV, Volume 1: From Fear Through The Eyes Of Madness“ (09/2005), das in den USA einen überraschenden Top-Ten-Platz in den Billboard Charts einfuhr. So, das muss jetzt aber reichen mit den Bandwurmsätzen.

Claudio Sanchez (Gesang), Travis Stever (Gitarre), Michael Todd (Bass – hat die Band inzwischen verlassen) und Aushilfsschlagzeuger Taylor Hawkins (Foo Fighters), der nach den Aufnahmen durch Ex-„Dillinger Escape Plan“-Drummer Chris Pennie als vollwertiges Mitglied ersetzt wurde (vorher stieg Ur-Drummer Joshua Eppard aus), haben das erste Halbjahr 2007 dazu genutzt, um zusammen mit Produzent Nick Raskulinecz (Ash, Foo Fighters, Stone Sour) in Los Angeles an der womöglich finalen Coheed-And-Cambria-Platte zu arbeiten, bevor sich Claudio Sanchez evtl. in eine Solokarriere stürzt, die im vergangen Jahr mit dem Projekt The Prize Fighter Inferno erste Blüten trieb und ehrzählerisch ebenfalls in Science-Fiction-Comic-Stil gehalten ist.

Rund eine Stunde nehmen sich Coheed And Cambria auf „No World For Tomorrow” Zeit, wobei mit „The end complete” erneut eine mehrteilige Prog-Rock-Oper enthalten ist (24 Minuten). Doch was sich auf dem Papier nach unangenehmem Gefrickel anhört, stellt sich als ganz schön zahmer Sound heraus, der neben Claudio Sanchez’ gewohnt nervigem Heliumgesang auf braves Metal-Riffing mit erstaunlich vielen 80er-Jahre-Reminiszenzen und merkwürdig bieder wirkende Kompositionen setzt, die nicht die Spannung der vorangegangenen Meisterwerke erzeugen können. Nach diversen Besetzungswechseln und Herrn Sanchez’ angedachten Solo-Ambitionen ist bei Coheed And Cambria die Luft raus. Jedenfalls bleibt „No World For Tomorrow“ total blass und enttäuscht im Vergleich mit den starken Vorgängern auf ganzer Linie.

Anspieltipps:

  • Feathers
  • The running free
  • Gravemakers & Gunslingers
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