Sugababes - Change - Cover
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Sugababes Change


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 40 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Das mit den Boy- und Girlgroups ist ja so eine Sache. Hübsch sehen die Damen und Herren grundsätzlich immer aus. Wenn es gut läuft, können sie sogar singen und stellen sich auf der Bühne nicht wie ein Holzpflock an. Doch dann wird die Luft bereits dünn. Eigene Texte verfassen? Die Ausnahme. Musik komponieren? Vergiss es! Nach ein paar Jahren ist eh Schluss und die nächste Sau wird durchs Dorf getrieben. Also was soll der ganze Aufwand?

Eine Ausnahmestellung im verschlungenen Boy- und Girlgroup-Universum haben dagegen die Sugababes aus England inne. Das Frauen-Trio geht heuer mit seinem inzwischen fünften Studioalbum an den Start, kommt weitgehend skandalfrei über die Runden (diverse Besetzungswechsel mal außen vor gelassen), sucht sich die angesagtesten Produzenten aus, kredenzt immer wieder zeitlose Radio-Popsongs und beteiligt sich in schöner Regelmäßigkeit am Songwriting. Mehr darf der Hörer von einem Act, der nicht um Tiefgang bemüht ist, wirklich nicht erwarten. Und so ist auch „Change“ wieder eine feine Zwischenmalzeit, betreut von der Champions League der Pop-Produzenten.

Die Sugababes kommen mit „Change“ schnell auf den Punkt. Elf Songs in 40 Minuten, frei von Schnickschnack und Füllmaterial, mit nur wenigen Experimenten an Bord, produziert und geschrieben von Dr. Luke (Avril Lavigne, P!nk, Missy Elliott) und Dallas Austin (Gwen Stefani, P!nk, Madonna) – um nur zwei aus der umfangreichen Riege zu nennen. So funktionieren federleichte Pop-Alben, die sich der Hörer drei bis viermal reinzieht – und gut ist’s. Dabei gelingen durchaus kleine Überraschungen wie bei der ersten Singleauskopplung „About you now“, die nicht auf Anhieb als typischer Sugababes-Song zu erkennen ist – wie es auf dem Album z.B. bei „Never gonna dance again“, „Denial“ und „Undignified“ der Fall ist – oder mit „My love is pink“, das als elektrifizierter Dancetrack für Stimmung sorgt. Damit gelingt den Sugababes zwar kein Stilwechsel, den der Albumtitel „Change“ evtl. andeuten soll, dafür aber eine moderne, bekömmliche Hitmischung.

Anspieltipps:

  • Change
  • Undignified
  • Back when
  • About you now
  • Never gonna dance again
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