Queen Latifah - Trav´lin´ Light - Cover
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Queen Latifah Trav´lin´ Light


  • Label: Verve/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 52 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Queen Latifah stellt wieder einmal ihre Vielseitigkeit unter Beweis. Die 37jährige Sängerin („All Hail The Queen“, etc.), Schauspielerin („Jungle Fever“, „Set It Off“, „Chicago“) und Label-Chefin von Flavor Unit Entertainment legt mit „Trav’lin’ Light“ nach dem Jazzwerk „Dana Owens Album“ (2004) eine weitere Platte vor, die sich weit von ihren HipHop- und Rap-Anfängen entfernt und stilsicher im Bereich Jazz, Soul und klassischem Rhythm & Blues ansiedelt.

Queen Latifahs siebtes Album kommt mit 13 Songs daher, die schon von legendären Sängerinnen wie Peggy Lee, Etta James, Sarah Vaughn, Nina Simone, Shirley Horn, Carmen McRae, Roberta Flack, Mary Wells und Phoebe Snow interpretiert wurden. Darunter sind aber nicht nur Klassiker , sondern auch ein paar lang verschollene Perlen, die jetzt in neuem Glanze funkeln. Zu den überarbeiteten Arrangements, die Routiniers wie Jerry Hey und John Clayton schrieben, gab sich neben den Produzenten Tommy LiPuma (Natalie und Nat King Cole, Al Jarreau, Diana Krall, Barbra Streisand) und Ron Fair (Black Eyed Peas, Christina Aguilera, Mary J. Blige, Pussycat Dolls, Vanessa Carlton, Fergie) außerdem eine Schar berühmter Studiomusiker in Los Angeles die Klinke in die Hand, um „Trav’lin’ Light“ zu veredeln.

Wer im Jazz zuhause ist, wird gewiss mit der Zunge schnalzen, wenn Namen wie George Duke, Joe Sample, Oscar Castro-Neves, Paul Jackson Jr., Anthony Wilson, dan Higgins, Christian McBride, Abe Laboriel Jr. und Jeff Hamilton fallen. Piano, Saxophon, Gitarre, Schlagzeug, Bass, Streicher – alles in besten Händen. Und so klingt „Trav’lin’ Light“ entsprechend entspannt und unaufgeregt, selbst wenn das Ensemble etwas mehr Gas gibt („I’m gonna live till I die“, „I love being here with you“), wobei die ruhigen, getragenen Stücke Queen Latifah entschieden besser liegen. Deshalb wird es an einer Stelle vielleicht eine Spur zu zappelig, nämlich wenn Gaststar Stevie Wonder mit seinen markanten Mundharmonikaklängen durch „Georgia Rose“ schrotet – vergleichbar mit Carlos Santana, dessen Gitarrenspiel ebenfalls sofort zu erkennen ist, auch wenn sein kauziges Gegniedel inzwischen mehr nervt als gefällt. Doch solche Ausritte sind ganz klar die Ausnahme. Bei diesem Album steht ein gediegener Mix aus Jazz, Soul und R&B an erster Stelle – und dieser benötigt keine auffälligen Solo-Extravaganzen.

Anspieltipps:

  • Trav’lin’ light
  • Don’t cry baby
  • I’m not in love
  • I love being here with you
  • How long (Betcha got a chick on the side)

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