Celine Dion - Taking Chances - Cover
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Celine Dion Taking Chances


  • Label: Columbia/SonyBMG
  • Laufzeit: 66 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Hit-Album wie aus Stein gemeißelt.

Nachdem Celine Dion ihr dreijähriges Engagement in Las Vegas mit fünf Auftritten pro Woche am 15. Dezember 2007 endgültig beenden wird (bis dahin werden die Franco-Kanadierin mehr als drei Millionen Besucher gesehen und gehört haben), ist die Bahn frei für eine Welttournee und ein neues englischsprachiges Album. Nach „D´elles“ (06/2007) ist dies bereits der zweite Longplayer in diesem Jahr, den Celine Dion auf den Markt bringt.

Während „D´elles“ eine Art Herzensangelegenheit war (die CD enthält Stücke, deren Texte einige der bekanntesten Buch-Autoren Frankreichs und Quebecs verfasst haben), ist „Taking Chances“ der eindeutige Versuch, den Status als erfolgreichste Popsängerin der Welt auszubauen. Wie ernst es Celine Dion damit meint, sieht man an der Liste der beteiligten Musiker, Songschreiber und Produzenten. Das Album wurde im Juli 2007 in den Palm Studios in Las Vegas innerhalb von drei Wochen aufgenommen und führt einige der profiliertesten Menschen der Pop- und Rock-Welt in seinen Credits.

Als da wären: Dave Stewart von den Eurythmics (Jon Bon Jovi, Texas, Alisha’s Attic), Linda Perry (P!nk, Gwen Stefani, Christina Aguilera), Ex-Evanescence-Gitarrist Ben Moody (Anastacia, Kelly Clarkson, Lindsay Lohan), R&B-Sänger und Songschreiber Ne-Yo (Beyoncé, Chris Brown, Rihanna), John Shanks (Melissa Etheridge, Kelly Clarkson, Bon Jovi), Kara DioGuardi (P!nk, Kelly Clarkson, Backstreet Boys), Kristian Lundin (Dr. Alban, Backstreet Boys, N*SYNC), Anders Bagge und Peer Astrom (Take That, Jennifer Lopez, Madonna), Aldo Nova (Jon Bon Jovi, Patrick Bruel, Michael Bolton), Christopher „Tricky“ Stewart (Rihanna, Usher, Mya) und Christopher Neil (Marillion, Mike & The Mechanics, LeAnn Rimes).

Was kann angesichts dieser geballten Macht überhaupt schief gehen? Ist der Erfolg irgendwie zu verhindern? Klare Antwort: Im Prinzip nicht! Celine Dion hat sich die beachtliche Anzahl von 15 Songs (plus die Heart-Coverversion „Alone“) maßschneidern lassen, die quer durch alle Stilarten der Pop- und Rockmusik höchstes Hit-Potenzial garantieren. Voraussetzung für den Genuss des Albums ist allerdings, dass der Hörer die Stimme von Celine Dion mag. Denn die Dame neigt nicht selten zum stimmlichen Overacting, das sich dann ganz schnell in sirenenartigem Geheul widerspiegelt – man höre exemplarisch Stücke wie „This time“ und „New dawn“, die wieder hart an der Grenze des Erträglichen wandeln.

„Taking Chances“ kann sich auf das stärkste Songmaterial seit Jahren verlassen, obwohl sich an der Ausrichtung grundlegend nichts geändert hat. So gibt es wieder die berühmten Bombastballaden („A world to believe in“, „I got nothing left“), tanzbare Tracks, die nicht (mehr) nach billigem Euro-Trash-Pop klingen („Shadow of love”), richtig guten Radio-Pop („Surprise surprise”) und ein paar Songs, in denen die E-Gitarre etwas dominanter durchsticht („Taking chances“, „Can’t fight the feelin’“). Am Ende kann der Hörer es förmlich spüren: Hier kommt ein Hit-Album wie aus Stein gemeißelt. Es gibt potenzielle Singleauskopplungen, die weit bis ins nächste Jahr reichen werden und darum herum so gut wie keine Ausschussware.

Anspieltipps:

  • My love
  • Taking chances
  • Shadow of love
  • Surprise surprise
  • A world to believe in
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