Faith Hill - The Hits - Cover
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Faith Hill The Hits


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 59 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Wie schon „Breathe“ (10/2002) knackte auch „Fireflies“ (09/2005) weltweit die 3 Millionen-Marke und erhielt dafür Doppel-Platin. Im Gegensatz zu ihrem Überflieger-Album „Breathe“ (02/2000), das über 7 Millionen Mal über die Ladentische ging, also wesentlich weniger, dafür hält Faith Hill ihre Plattenverkäufe im Gegensatz zu unzähligen Kollegen zumindest auf einem beachtlichen Niveau. Daher war es für die aus Jackson, Mississippi stammende 40jährige an der Zeit (quasi als Dankeschön) die etwas andere Greatest Hits-Compilation unter das amerikanische Volk zu bringen (mit „There you´ll be“ gab es schließlich schon 2001 eine internationale Best Of-Zusammenstellung), die mit Neuaufnahmen ihrer bisherigen Nummer 1-Singles und neuem Material auftrumpfen sollte.

Nachdem die Veröffentlichung bereits mehrere Male von einem ursprünglich geplanten Release im Mai, bis in den Oktober hinein verschoben wurde, ließ sie es aber letztendlich doch bleiben und serviert mit „The hits“ lediglich eine stinknormale Hit-Sammlung, die selbst für Hardcore-Fans nur bedingt interessant sein dürfte, da die für die Kaufentscheidung relevanten, soll heißen die bislang unveröffentlichten Songs eher durchschnittlicher Natur sind. Zwar macht „Red umbrella“ als lässig-lockerer Country Pop und „Lost“ als pathetische Ballade eine einigermaßen gute Figur, von Miss Hill ist man aber definitiv besseres gewöhnt. Apropos besseres gewöhnt: Der Live-Mitschnitt von „Stronger“ zeugt eindrucksvoll sowohl von den Live- als auch den gesanglichen Fähigkeiten der Dame und beweist wie viel Volumen und Kraft in ihrer Stimme steckt. Als kleine Draufgabe gibt es mit „I need you“ noch ein Duett mit Ehemann Tim McGraw, das auf seinem eigenen Studioalbum von 2007 namens „Let it go“ zu finden ist.

Nach diesen Bonustracks geht es allerdings schon los mit dem Abspulen der „Greatest Hits“. Den Anfang macht einer der Höhepunkte von „Fireflies“ und zwar „Mississippi girl“, womit der Song auch der einzige des 2005er Werkes bleibt. Ansonsten legt Miss Hill viel Wert darauf zwischen den verschiedenen Alben ein Gleichgewicht zu halten und steuert mit Ausnahme von „Faith“ („The secret of life“, „Let me let go“, „This kiss“, die Platte wurde hierzulande 1998 unter dem Titel „Love will always win“ veröffentlicht) maximal zwei Stücke bei, was sicherlich nicht bei jedem auf Zustimmung stoßen wird. Bei einer Gesamtspielzeit von knapp 60 Minuten wäre sich jedenfalls noch der eine oder andere zusätzliche Track ausgegangen.

Was der Zusammenstellung ebenfalls das Genick bricht, ist der fehlende rote Faden, denn obwohl man anfangs das Gefühl hat eher die popige Seite der Dame zu Gehör zu bekommen, schleicht sich plötzlich anstatt der rockigen Version von „Piece of my heart“ (zu finden auf „Love will always win“) plötzlich die Country-Fassung vom Debüt „Take me as I am“ (1994) ein. Dafür gibt es wiederum die Edelschnulze „There you´ll be“ vom Pearl Harbor-Soundtrack zu hören. Was für eine verkehrte Welt! Wenigstens können sich Neueinsteiger mit „The hits“ ein gutes Bild davon machen, was es auf den bisherigen Veröffentlichungen der Dame alles zu entdecken gibt, denn für Fans ist die Platte eine ziemlich magere Ausbeute. Einen anderen Zweck scheint diese Compilation aber womöglich auch nicht zu verfolgen.

Anspieltipps:

  • Stronger
  • Mississippi Girl
  • There You´ll Be
  • The Secret Of Life

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