The Hives - The Black And White Album - Cover
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The Hives The Black And White Album


  • Label: A&M/Universal
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

„Hol’ Dir den The-Hives-Klingelton aufs Handy!” – solch dämliche Beipackzettel muss man als Band wohl in Kauf nehmen, wenn man zu einem Majorlabel wechselt. Da geht es den Radaubrüdern aus Fagersta in Schweden nicht anders als ihren Kollegen aus der Pop-Branche. Dabei sind The Hives auch in gewisser Weise Popstars. Denn sie wollen mit ihrer Musik ebenfalls „nur“ unterhalten, sprich große Arenen und Bierzelte rocken. Und das tun die Schweden auf ihrem vierten Studiowerk auf sehr ähnliche Art wie auf dem Debüt „Barely Legal“ (1997) oder dem letzten Longplayer „Tyrannosaurus Hives“ aus dem Jahr 2004.

Was ursprünglich „The World’s First Perfect Record“ heißen sollte, kommt nun nach einer ellenlangen Produktionszeit als „The Black And White Album“ auf den Markt. Und schon der Opener „Tick tick boom“ macht klar, dass die Fünf ihrer Vorliebe für alberne Titel und mitreißende Highspeed-Songs treu geblieben sind. Auch anno 2007 ballern The Hives simplen, rifforientierten Punkrock, mit dem sich Festivalbesucher in eine wilde Pogo-Horde verwandeln lassen, auf die Trommelfelle des geneigten Hörers. Alles wie gehabt und Experimente fallen erwartungsgemäß flach.

Lediglich bei „T.H.E.H.I.V.E.S.“ und „Well all right!“ hat ein gewisser Pharrell Williams (The Neptunes) mitgemischt. Und diesen Burschen kennt der Fachmann eigentlich als Produzenten und Songbastler für Acts wie Justin Timberlake, Britney Spears, Beyoncé Knowles und Jay-Z. Doch der sonst so markante Produktionsstil von Herrn Williams dringt nicht wirklich durch das Riff-Dickicht der Hives. Und im Fall von „T.H.E.H.I.V.E.S.“ stellt sich das Ganze sogar als gut getarnter Rip-Off des „Hot space“-Hooks von Queen heraus.

Der Rest ist altbekannter Punk- und Hardrock, der ein paar echte Knaller zu bieten hat (u.a. „You dressed up for armageddon“, „Bigger hole to fill“, „Hey little world“), aber auch mit ausgemachtem Blödsinn wie „A stroll through Hives manor corridors“ und „Puppet on a string“ teure Zeit verschwendet. Das reicht unterm Strich für ein solides Album, das sich bald wieder aus dem Gedächtnis verabschiedet hat.

Anspieltipps:

  • Tick tick boom
  • Hey little world
  • You got it all... wrong
  • Square one here I come
  • You dressed up for armageddon
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