Demiricous - Two: Poverty - Cover
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Demiricous Two: Poverty


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Die aus Indianapolis stammende Truppe Demiricous vermengt eigentlich so ziemlich jedes härtere und metallische Genre, sodass sich bereits schon so mancher Kritiker durch die unmögliche Einteilung in eine Schublade an dem Vierer die Zähne ausgebissen hat. Und fürwahr ist die komplette Erfassung der Stile, die auch auf dem Nachfolger zu „One (Hellbound)“ (2005) nach Lust und Laune herumtollen und untereinander kopulieren, ein schwieriges Unterfangen. Mal brettern Nate Olp (Gesang, Bass), Ben Parrish (Gitarre), Scott Wilson (Gitarre) und Dustin Boltjes (Schlagzeug) mit wuchtiger Doublebass und Blastbeats in thrashender Manier um die Ecke, dann wird plötzlich sprunghaft das Tempo erhöht und dem Todesblei gehuldigt, eine deftige Hardcore-Schlagseite, die in ihren Punk-Wurzeln badet, bleibt jedoch meist immer bestehen.

Selber nennen die Amis ihren Mix „Street Metal“ und dennoch klingt das alles keineswegs so eigenständig, wie sie es wahrscheinlich gerne hätten. Einiges erinnert an Slayer, manch anderes könnte genauso gut von Hatebreed oder Hatesphere stammen, die Rübe schrauben sie einem mit „Two (Poverty)“ aber dennoch ab. Demiricous veranstalten auf ihrer zweiten Scheibe einfach ein herrliches Gemetzel, das sich wohl am besten mit dem Titel des Tracks „Celebration of damage“ umschreiben lässt, der den Nagel auf den Kopf trifft. Kurzum: Hier gibt´s ordentlich einen auf die Fresse und das ist das einzige was zählt.

Das manifestiert sich vor allem einerseits durch die druckvolle, physische Abmischung von Erik Rutan (Nile, Cannibal Corpse) und andererseits durch den kompromisslosen Umgang des Vierers mit ihrem Material, was dazu führt, dass man bei „Tusk and claw“ den Circle Pit direkt spüren und vor einem wüten sehen kann, während „Engineer“ mit knallhartem Groove in Mark und Bein fährt und „Acid lung“ die unwiderstehlichste Abreibung ist seitdem es E-Gitarren gibt. Einzig und allein der instrumentale Rausschmeißer „Blackish silver“ ist nicht sonderlich interessant geraten und „Expression of immunity to god“ ist mehr eine Idee denn ein wirklich Song, aber wer sich deswegen von der Dampfwalze namens Demiricous nicht gepflegt in den Arsch treten lassen will, ist selber schuld. Ehrenwort!

Anspieltipps:

  • Engineer
  • Acid Lung
  • Language Of Oblivion
  • Celebration Of Damage
  • Appreciation For Misery
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