Lahannya - Shotgun Reality - Cover
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Lahannya Shotgun Reality


  • Label: Kabuki/ALIVE
  • Laufzeit: 52 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Lahannya kollaborierte mit EBM/Industrial-Projekten wie Soman, für das sie beispielsweise auf dem M´Era Luna diverse Club-Hits performte und ihnen ihre Stimme gab. Auch an „Another Life“, einem Album der TripHop-Nonkonformisten Greenhaus, war sie beteiligt, wobei noch ihre DJ-Tätigkeit als Resident DJ im Londoner Slimelight Club erwähnt werden sollte. Mit der „Drowning EP“ und dem Debüt-Longplayer „Shotgun Reality“ geht Lahannya nun ihre eigenen Wege, die sie mit ihrer Band um Umbra Et Imago-Mitglied Lutz Demmler in der Schnittmenge zwischen Gothic-Rock und Dark-Wave-Anleihen platziert. Dabei ist ein tolles Werk herausgekommen, welches, obwohl leicht zugänglich, mit jedem Hören mehr gefällt und die langjährige Erfahrung von Lahannya in den Welten des professionellen Musizierens offenbart.

Sphärische Keyboards eröffnen mit „Beautiful Girl“ die CD und sind im Laufe dieser partiell wieder zu finden, ohne das ansonsten rockige und markante Gerüst mit allzu viel Plüsch zu entstellen. Es bleibt authentisch und mit der im positiven Sinne gewöhnlichen Stimme von Lahannya sympathisch auf dem Boden der Tatsachen eines noch jungen, doch hoffnungsvollen Projektes. Druckvolle Gitarren-Riffs schmücken „Bleed For Me“, das mit einem einprägsamen Refrain sowie dynamisch eingesetzten Breaks den gelungenen Start weiterführt. Klassischer, apokalyptischer Dark Wave mit Pop-Tendenzen wird im schwermütigen, zögernden „Narcotic“ zur Hauptausrichtung, die trotz klarer Parallelen zu rockigen Wave-Bands aus den Achtzigern und zurückhaltender Klangfarbe Eigenständig- und Dringlichkeit beweist.

Beherzter und gar krachig geht es bei „Silent Victim“ zur Sache, bei dem die Gitarren neben synthetischen Beigaben ordentlich Druck erzeugen und sogar ein gewisser Metal-Einschlag nicht zu leugnen ist. Von einem Piano getragen ist „Roundabouts“ dagegen ein sanfter, beruhigender Regenschauer, der in herbstlichen Nächten gegen die Fensterscheibe pocht und einem die eigenen vier Wände noch gemütlicher macht. So kann man voll des Lobes noch viele weitere Momente auf „Shotgun Reality“ entdecken und sich in ihnen verlieren. Vollmundige Arrangements und facettenreiche Aspekte tun ihr übriges zu einem tollen Longplayer, der locker in der Spitzengruppe dunkel angehauchter Rockmusik mitspielt.

Anspieltipps:

  • Beautiful Girl
  • Narcotic (2007)
  • Doors
  • Roundabouts
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