Any Trouble - Life In Reverse - Cover
Große Ansicht

Any Trouble Life In Reverse


  • Label: Blue Rose Records
  • Laufzeit: 42 Minuten
Artikel teilen:
4/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Band Any Trouble aus Manchester, England existiert über 30 Jahre nach der Gründung nach einer langen Pause wieder. Der Sound der Anfangstage lag zwischen Wave und Pub Rock und wurde auf fünf Alben veröffentlicht, die in den Charts nie eine Rolle spielten, obwohl Any Trouble in den Achtzigern an große Labels wie EMI Music gebunden waren.

Fehlt der kommerzielle Erfolg, ist schnell von einer Band mit Kultstatus die Rede. Die Musiker können zwar von ihrer Musik nicht leben, aber irgendwie gibt es doch eine so große Fangemeinde, dass immer weiter gemacht wird. Bei Any Trouble hielt der Idealismus bis Mitte der 80er Jahre, dann war nach einer Tour als Vorgruppe von Chris Rea Schluss und die Bandmitglieder wendeten sich Soloprojekten zu, stiegen in andere Bands ein oder wechselten gänzlich das Fach.

Wie doch die Zeit vergeht. 20 Jahre nach ihrem Aus verkündeten Any Trouble im Jahr 2005 auf ihrer Homepage ihre Reunion und ein neues Album. Dieses wurde – betitelt „Life In Reverse“ – in der Besetzung Clive Gregson (Gesang, Gitarre, Keyboards), Martin Hughes (Drums) und Chris Parks (Gitarre) zusammen mit Produzent John Wood (Fairport Convention, Nick Drake, Linda Thompson) eingespielt und wie ihre frühen Alben auf Stiff Records veröffentlicht. In Deutschland wurde die Platte von der schwäbischen Plattenfirma Blue Rose Records lizenziert, die in der Tat das richtige Zuhause für den ecken- und kantenlosen Americana-Sound der drei älteren Herren darstellt. Diese haben mit „Life In Reverse“ nämlich ein Album eingespielt, das nur für die alten Fans von Interesse sein dürfte.

Die Songs sind durch und durch nett – will heißen, dass auf zwingende Melodien und Arrangements weitgehend verzichtet wird – und tun niemanden weh. Dabei klingen Any Trouble – ohne der Band zu nahe treten zu wollen – wie eine Rentnerkapelle, die aus Langeweile ein paar Songs runterdudelt und damit wiederum ihre Hörer langweilt. Fazit: Die Platte ist total verzichtbar und sorgt höchsten bei alten Fans für nostalgische Gefühle.

Anspieltipps:

  • I want you
  • Nothing new
  • Angel in disguise
  • What do I have to do?
Neue Kritiken im Genre „Americana“
Diskutiere über „Any Trouble“
comments powered by Disqus