Angels And Airwaves - I-Empire - Cover
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Angels And Airwaves I-Empire


  • Label: Geffen/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 53 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Tom Delonge besitzt bekanntlich eine sehr erfolgreiche musikalische Vergangenheit bei der Punkrockband Blink 182 und mit Gitarrist David Kennedy (früher Box Car Racer), Drummer Atom Willard (The Offspring) und am Bass Ryan Sinn (The Destillers) veröffentlichte er 2006 das Angels-And-Airwaves-Debüt „We don't need to whisper“. Wer letztes Jahr glaubte, Tom DeLonge setzt die musikalische Stilrichtung des fröhlichen chartskompatiblen Punkpop fort, wurde überrascht. Mit U2 als Vorbild schufen Angels And Airwaves bei ihrem ersten Werk eher Pophymnen, die die Emotionen des Hörers ansprachen.

Das zweite Album nähert sich nun wieder etwas an, die Reminiszenzen an Blink 182 kann man schon bei den ersten beiden Tracks hören, aber in Zusammenhang mit dem Hymnenpop klingt das sehr gut. Das Ziel scheint aber immer noch zu sein, die Gefühlswelt der Hörer zu treffen: die Ballade „Breathe“ bekommt das Prädikat Popperle, denn die feine Melodie kombiniert mit der angenehmen fast immer mit Hall unterlegten Stimme von DeLonge punktet hörbar. Vielleicht hat auch der neue Bassist Matt Wachter (30 Seconds To Mars) dafür gesorgt, dass die Gitarren etwas mehr in den Vordergrund rücken, die Weiterentwicklung des Angels-And-Airwaves-Sounds ist jedenfalls gelungen.

Auch „Sirens“ gehört in die Kategorie Rockgitarren in einem Popsong, doch hier beigeistert das Konzept ausnahmsweise nicht übermäßig. Dagegen gibt „Secret Crowds“ anfangs die härteren Klänge preis, die durch geschickte Tempowechseln am stärksten an die späten Blink 182 erinnern und als gelungene Hymne durchgehen. Einen typischer Angels-And-Airwaves-Song stellt „Lifeline“ dar. Das Keyboard, das auf dem Longoplayer oft verwendet wird, um den etwas mystischen Sound zu produzieren, leitet mit seinen sehr sanften Tönen den Track ein und so ein wenig U2-Affinität ist da schon zu hören. Einen richtig schlechten Song können die vier Amerikaner aber nicht fabrizieren, das steht fest.

Die musikalische Kinderkrankheit von zu ausgewalzten In- und Outros haben sie aber noch nicht überwunden, man höre nur das trotzdem schöne „Heaven“, aber eine Fähigkeit der Musiker um Tom DeLonge sticht einfach heraus: sie schaffen es immer wieder, einen mit ihren Hymnen zu berühren und danach streben wohl Millionen von Musikern. Die positive Energie, die ihre Songs ausstrahlen, steckt nicht nur die Fans an. Es sind keine Songs für die Ewigkeit, aber einige Wochen oder Monate erfreuen sie das Ohr des geneigten Musikinteressierten, welcher sich danach entspannt oder sogar euphorisiert zurücklehnt.

Anspieltipps:

  • Everything's Magic
  • Breathe
  • Lifeline
  • Rite of Spring
  • Heaven

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