Soilwork - Sworn To A Great Divide - Cover
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Soilwork Sworn To A Great Divide


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 42 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

„Sworn To A Great Divide“ setzt die Historie würdig fort.

Schaut man auf die mittlerweile sechs Alben umfassende Diskographie von Soilwork, ist bermerkenswert, auf welchem konstant hohem Level die Band bisher Musik fabriziert hat. Einziger Kritikpunkt war für viele seit einiger Zeit, dass die kompromisslose Härte früherer Tage zu sehr den Keyboard- bzw. klaren Gesangsparts gewichen ist. Schön, dass Soilwork offenbar ein Ohr für ihre Fans haben, denn die Gitarren haben diesmal wesentlich mehr Pfeffer im Hintern, was wahrscheinlich mit daran liegt, dass Metal-Weirdo Devin Townsend an den Reglern saß.

Der Opener und gleichzeitige Titeltrack „Sworn To A Great Divide“ legt gleich mit einem wunderbar dreckigen Riff los und gibt somit die Marschrichtung vor. Der Ausstieg des langjährigen Gitarristen Peter Wichers scheint Soilwork in keiner Weise geschadet zu haben, vielmehr hat Ersatzmann Daniel Antonsson neue Impulse mitgebracht. Keyboards kommen zwar nur noch im Hintergrund zum Einsatz, für die hymnischen Refrains ist aber natürlich immer noch Platz im Sound der Schweden. Auch Sänger Speed beweist einmal mehr, dass er sowohl growlige als auch klare Passagen beherrscht. „Exile“ ist eine typische Soilwork-Single, die Gitarren sind etwas gemäßigter, der Chorus dafür umso eingängiger.

Danach wird aber mit deutlich mehr Power weitergebolzt. Besonders „The Pittsburgh Syndrome“ ist einer der härtesten Songs der Band seit langem. Ein absolutes Highlight stellt „I, Vermin“ mit seinen treibenden Strophen und den stadionkompatiblen Refrains dar. Der Song will einem einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen. Nach demselben Rezept, nur mit einer Prise mehr Groove, wurde „As The Sleeper Awakes“ gekocht. Auch dieser Song hinterlässt auf dem Gesicht des Hörers ein dickes Grinsen. Eher dramatische Stimmung versprüht „Sick Heart River“, das sich immer weiter steigert, Speed legt hier ein weiteres beeindruckendes Zeugnis seiner Sangeskunst ab.

Sämtliche Trademarks fährt noch einmal „20 More Miles“ am Schluss (des mit 42 Minuten relativ kurzen) Albums auf. Die Drums poltern bedrohlich und die Gitarren dröhnen kraftvoll, die Melodie ist wieder ein absoluter Ohrwurm. Mit Songs wie diesen zeigen Soilwork, dass man sie auch nach Album Nummer 7 noch nicht zum alten Eisen zählen muss. „Sworn To A Great Divide“ ist vielleicht nicht das beste Album der Band - dafür es kann weder mit der Härte von „Natural Born Chaos“ noch mit der Hitdichte von „Figure Number Five“ mithalten - doch setzt es die Historie würdig fort.

Anspieltipps:

  • I, Vermin
  • 20 More Miles
  • Sworn To A Great Divide
  • The Pittsburgh Syndrome
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