Moonspell - Under Satanae - Cover
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Moonspell Under Satanae


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 50 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Bei „Under satanae“ handelt es sich um die Neueinspielung der ersten Stücke, die Moonspell in ihren Anfangstagen auf der Demo „Anno Satanae“ und der EP „Under the moondspell“ schon einmal versammelt hatte.

Achtung! Bei „Under satanae“ handelt es sich nicht um den Nachfolger zu „Memorial“ (04/2006), sondern um die Neueinspielung der ersten Stücke, die das Fünfergespann, derzeit bestehend aus Fernando Ribeiro (Gesang), Ricardo Amorim (Gitarre), Aires Pereira (Bass), Mike Gaspar (Schlagzeug) und Pedro Paixao (Keyboard), in ihren Anfangstagen unter dem Banner Moonspell auf dem Demo „Anno Satanae“ und der EP „Under the moondspell“ schon einmal versammelt hatte. Mit dem noch zu Morbid God-Zeiten entstandenen „Serpent angel“ gibt es als Abschluss dann noch eine Reise zurück ins Jahr 1992, aber alles der Reihe nach.

1989 als Morbid God gestartet, machen sich die Portugiesen in der hiesigen Metal-Szene schnell einen Namen, benennen sich allerdings drei Jahre später in Moonspell um, kurze Zeit nachdem die „Serpent angel“-Demo fertig gestellt war. Einige Monate darauf nehmen sie mit „Anno Satanae“ (1993) eine zweite auf, der die erste EP „Under the moonspell“ folgt, die nicht nur als Meilenstein in der Geschichte des portugiesischen Metals gehandelt wird, sondern auch den Durchbruch für die Band und einen Plattenvertrag mit Century Media bringt. Mit dem vorläufig letzten, siebten Werk „Moonspell“ haben sie voriges Jahr als erste Metal-Combo Portugals mit einem Album Gold-Status erreicht.

Grund genug um sich mit „Under satanae“ ordentlich feiern zu lassen und den Fans eine Neueinspielung alter Stücke zu präsentieren, die sich gewaschen hat. Nicht nur, dass die Klangqualität durch die Hinzunahme von Produzent Tue Madsen (The Haunted, Dark Tranquility, Die Apokalyptischen Reiter) mächtig an Druck und Härte gewonnen hat, auch die Chorparts und das düstere Flair der Songs werden wesentlich besser transportiert. Der einzige Stolperstein an dem sonst bemerkenswerten Release, ist die auffällige, unterschiedliche Herangehensweise der zwei hier zusammengefügten Platten.

Der erste Teil (von „Under the moonspell“) nimmt zwischen den Stücken immer wieder kurze Verschnaufpausen und lässt ruhige, teils akustische Passagen auffahren („Interludium / Incantatum“, „Chorai Lusitania“), während der zweite (von „Anno Satanae“) wesentlich schroffer und ungezügelter ans Werk geht und somit einen Spannungsabfall präsentiert und das Material etwas unentschlossen wirken lässt. Nichtsdestotrotz ist „Under satanae“ sowohl für Komplettisten, die das frühe Schaffen der Band in modernem Gewand besitzen wollen oder es bislang noch nicht erforscht haben, und für Neueinsteiger eine Anschaffung wert.

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