Paths Of Possession - The End Of The Hour - Cover
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Paths Of Possession The End Of The Hour


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 48 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Das mittlerweile dritte Werk „The end of the hour“ des amerikanischen Fünfers Paths Of Possession soll ein klassisches Konzeptalbum über „den surrealen Horror, den jemand während eines Krieges erfährt, den Tod und das Jenseits, das seine Existenz in ein Halbgott-gleiches Bewusstsein umwandelt, das die Fähigkeit hat, das Leben, so wie wir es kennen, zu beenden“ darstellen. Ein wahrlich philosophisches und reflexives Thema haben sich Cannibal Corpse-Reibeisen George „Corpsegrinder“ Fisher (Gesang), Jay Fossen (Gitarre), Jack Goodwin (Gitarre), Randy Butman (Bass) und Nick Goodyear (Schlagzeug) da also ausgesucht. Schade nur, dass sich dieses ehrgeizige Vorhaben nicht musikalisch niederschlägt.

Natürlich bläst die Produktion von Erik Rutan (Hate Eternal, Cannibal Corpse, Goatwhore, Nile) dem geneigten Metalhead durch sägende Riffs und mächtig Druck die Rübe weg, über die mäßige Qualität des vorliegenden Materials täuscht das jedoch leider nicht hinweg, da die meisten Songs einem bereits etwa ab der Hälfte wegen ihrer Gleichförmigkeit auf die Nerven gehen und einen Gebrauch der Skip-Taste unabdinglich scheinen lassen. Dabei sind vor allem die an Iron Maiden angelehnten Gitarrensoli und der eine oder andere Tempowechsel durchaus ansprechend gestaltet worden.

Leider ist dies allerdings nicht in ausreichendem Maße geschehen bzw. ziehen sich der Großteil der Songs unnötig in die Länge und bieten so gut wie keine Abwechslung. Ein weiteres Manko ist die Konsequenz, die Stücke stets im Midtempo zu verankern, was weder dynamisch noch wirklich sinnvoll ist, hätte mehrere Uptempoparts mühelos in die zehn Songs integriert werden können ohne Parallelen zu Fishers Hauptband Cannibal Corpse aufzuweisen (die anscheinend vermieden werden sollten), denn dafür ist „The end of the hour“ im Gegensatz zur Progressivität und Sprunghaftigkeit der Todesblei-Fraktion ohnehin zu geradlinig. Was am Ende bleibt, ist ein durchschnittliches Metal-Album, dem es sowohl an Ideen als auch einer sinnvollen Songstruktur fehlt, die den Spannungsbogen aufrecht erhält.

Anspieltipps:

  • The Ancient Law
  • Ash Is Falling Rain
  • Engulfing The Pure
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