Mystic Prophecy - Satanic Curses - Cover
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Mystic Prophecy Satanic Curses


  • Label: Massacre Records
  • Laufzeit: 48 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Auch wenn viele Fans es aus unerfindlichen Gründen immer noch nicht wahrhaben wollen, die neue Scheibe von Iced Earth dieses Jahr war eine Riesenenttäuschung. Wie man es besser macht zeigt die deutsche Konkurrenz von Mystic Prophecy. Bereits das letzte Album „Savage Souls“ war ein absoluter Knaller und das obwohl die Band damals mit Gus G. und Daniel Ekdahl gleich zwei Abgänge verzeichnen musste. Das Album fuhr euphorische Kritiken ein, die Tour war überaus gut besucht. Also Jon Schaffer, alles Gründe jetzt mal genau aufzupassen.

Die große Stärke von Mystic Prophecy ist, dass sie das beste der beiden Power Metal Kontinente miteinander kombinieren. Europäische Melodien treffen auf amerikanische Härte. Auf Balladen, Intermezzos oder sonstigen Schlurz wird komplett verzichtet, hier regiert schnörkelloser Power Metal. Gleich der erste Song „Back From The Dark“ entwickelt sich zu einer wahren Dampframme. Der thrashige Riff strapaziert die Nackenmuskeln bis ins äußerste und die Melodie ist eingängig, ohne zu abgegriffen zu sein. Noch besser ist „Sacrifice Me“, dass mit seinen coolen Gitarrenläufen ein wenig an die alten Klassiker von Helloween wie „Dr. Stein“ oder „I Want Out“ erinnert. Durch den emotionalen Gesang von Sänger R.D. ist es trotzdem unverkennbar ein Mystic Prophecy-Song.

Das gesamte Album verleitet so sehr dazu die Matte kreisen zu lassen, dass man aufpassen muss, dass sich der Nacken nicht aus dem Gewinde dreht. Sonst gibt es weitere Doublebass-Orgien wie „Evil Of Destruction“ und „Damnation“ oder die herrlich klischeehafte Hymne „Rock The Night“, die alle mühelos das hohe Niveau halten können. Die beiden Sechssaiter mit den ausgefallenen Namen Markus und Martin (übrigens Namensvetter von Bassist Martin Albrecht, Drummer Matthias komplettiert die muntere Garde) hauen eine Gitarren-Wundertüte nach der anderen raus und stehen damit dem dynamisches Duo Tipton/Downing von Judas Priest in nichts nach.

Was fehlt noch als Tüpfelchen auf dem „i“? Richtig, ein amtlicher Sound. Und auch in diesem Punkt gibt es nichts zu beanstanden. Frederik Nordström (als Produzent unter anderem auch für Hammerfall und In Flames tätig) hat dem ganzen einen amtlichen, knalligen Klang verpasst. Das einzige, worauf man eventuell hätte verzichten können ist die Sabbath-Coverversion „Paranoid“. Der Song ist in seiner Urversion einfach schon perfekt, mehr als nett ist dann die Bearbeitung von Mystic Prophecy auch nicht. Trotzdem, „Satanic Curses“ ist eines der besten Power Metal Alben des Jahres.

Anspieltipps:

  • Back From The Dark
  • Sacrifice Me
  • Evil Of Destruction
  • Grave Of Thousand Lies
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