Matt Roehr - Barra Da Tijuca - Cover
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Matt Roehr Barra Da Tijuca


  • Label: Gonzo Music/Intergroove
  • Laufzeit: 55 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Liebe Böhse-Onkelz-Fans, ihr müsst nun ganz tapfer sein. Ab jetzt beginnt die musikalische Nach-Onkelz-Ära der Bandmitglieder. Nach der offiziellen Auflösung der immens erfolgreichen Böhsen Onkelz (was nicht bedeutet, dass es keine weiteren Veröffentlichungen der geschäftstüchtigen Frankfurter gibt – siehe übernächste Woche, da erscheint die Neueinspielung des Klassikers „Onkelz wie wir“) ist Gitarrist Matthias „Gonzo“ Roehr (45) das erste Mitglied der aufgelösten Kultband, der mit einem Soloalbum um die Ecke kommt. Und dieses hat so gut wie gar nichts mit dem Sound seiner Ex-Band gemeinsam. Deshalb – siehe oben – bitte recht tapfer sein.

Variantenreichtum war das oberste Gebot für „Barra Da Tijuca“, das Matt Roehr zwischen März und Mai 2007 in Uruguay (die Wahlheimat Roehrs), Rio de Janeiro und Miami zusammen mit vielen musikalischen Gästen eingespielt hat. Einflüsse aus Jazz (Just be yourself“), Blues („Master of destruction“), Latin-Rock á la Carlos Santana („Made to last“, „I ain’t around no more“) sowie eine kleine Priese Sleazerock á la Izzy Stradlin („Pawn shop“, „Come back“) ergeben ein Album mit 12 abwechslungsreichen Songs, die von Rock-Veteran Charlie Huhn (Gary Moore, Ted Nugent, Victory, Humple Pie) eingesungen wurden.

Die komplette Platte klingt äußerst entspannt und aggressionsfrei und ist natürlich auf Anhieb als „Gitarristenalbum“ erkennbar. Oder ist es nur Einbildung, dass Roehrs E-Gitarre in der Abmischung eindeutig den Ton angibt? Außerdem ist die Klangfarbe des Albums etwas undifferenziert, wobei das auch auf eine schlecht gemasterte Promo-CD zurückzuführen sein kann. Sei’s drum. „Barra Da Tijuca“ ist spieltechnisch ein sehr gutes Album geworden, dem lediglich etwas mehr Feuer unter dem Hintern fehlt.

Anspieltipps:

  • Come back
  • Garbage man
  • Just be yourself
  • Wheel of fortune
  • Sarcastic gutter blues
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