Iridio - Endless Way - Cover
Große Ansicht

Iridio Endless Way


  • Label: Audioglobe/SPV
  • Laufzeit: 43 Minuten
Artikel teilen:
4.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Valentina Buroni und Franz Zambon gründeten 2002 ihr Projekt Iridio und brachten 2004 mit „Waves of lifes“ ihr Debütalbum heraus. Keltische Musik mit Weltmusikanleihen und ziemlich viel Ambientpop, also meditativer Entspannungsmusik sind das Steckenpferd der beiden. Den Sound tüftelt Franz aus und Valentina steuert engelsgleichen Gesang dazu, dabei tragen die Songs diesmal auch orientalische Züge.

Dieser Longplayer ist ein Konzeptalbum: es wird die Geschichte einer jungen Frau musikalisch erzählt, die im 15.Jahrhundert eine beschwerliche Reise durch Europa bis zum mittleren Osten durchführt, um heimlich ihrem Vater zu folgen. Mit viel Gefühl und Liebe zur handgemachten Musik arbeitet das Duo mit zahlreichen italienischen und türkischen Musikern zusammen, die ihre landestypischen Instrumente benutzen und damit dem Soundtrack der erwähnten Geschichte gerecht werden versuchen.

Der Opener „Golden Skies“ schwelgt in sphärischen Gefilden, denn nach 1,5 Minuten Piano- und Flötenklängen setzt Frau Buroni ihre ersten Gesangslinien und mit Geigen verziert entsteht eine fast bedrohliche Atmosphäre, die durchaus hörenswert erscheint. „Time to leave“ plätschert so dahin und die eindrucksvolle Stimme rettet den Track vor der totalen Entspannung: der Langeweile. Bei „Sunrise Dancers“ werden dann auch orientalische Töne hineingemischt und diese lockern den Longplayer spürbar auf, zu getragen wirkt ansonsten die Stimmung der gesamten CD.

Es ist durchaus anzuraten, ein Ohr zu riskieren, wenn man an Weltmusik oder einfach sehr ruhigen Klängen interessiert ist, aber mehr als Hintergrund- oder Entspannungsmusik ist das nicht, vielleicht will es auch gar nicht mehr sein. Die Arbeit des Duos will ich gar nicht kritisieren, wer diese Ambientpoprichtung mag oder derart sanfte Klänge mag, wird hier gut bedient. Trotzdem fällt es schwer, alle elf Songs durch zuhören, weil sie insgesamt zu wenig Spannungsmomente enthalten und daher nicht langfristig im Ohr bleiben.

Anspieltipps:

  • Golden Skies
  • Time to leave
  • Sunrise Dancers

Neue Kritiken im Genre „Ambient“
6/10

No Sounds Are Out Of Bounds
  • 2018    
7/10

Migration
  • 2017    
7/10

Deepak Verbera
  • 2016    
Diskutiere über „Iridio“
comments powered by Disqus