Exodus - The Atrocity Exhibition - Cover
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Exodus The Atrocity Exhibition


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 59 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Sie sind definitiv zurück! Gab es zwischen 1997 und 1998 nur ein kurzes Aufwallen der legendären Bay Area Thrasher, so ist zumindest seit „Tempo of the damned“ (03/2004) klar, wer an der Speerspitze des modernisierten Old School Thrashs das Sagen und die größten Eier in der Hose hat. Und ja, auch der neueste Wurf mit dem bezeichnenden Titel „The atrocity exhibition (Exhibit A)“ (auf Deutsch: Ausstellung der Gewalttaten – Teil B soll Anfang 2008 nachgeliefert werden) überrollt einen wie die auf dem Cover des Vorgängers „Shovel headed kill machine“ (10/2005) abgebildete Dampfwalze.

Exodus packen einen nach der atmosphärischen Einleitung „Call to arms“ sofort bei der Gurgel und drücken solange zu, bis das letzte Riff von „Bedlam 1-2-3“ verklungen ist. So und nicht anders fühlt man sich nach der einstündigen Vollbedienung des mittlerweile achten Studioalbums der Kalifornier. „Riot act“ (neben dem Intro mit 3 ½ Minuten übrigens die kürzeste Abrissbirne) knallt druckvoll und mit Präzisionsarbeit an den Instrumenten aus den Boxen, während „Funeral hymn“ nach kurzem Vorgeplänkel wie auch das nachfolgende „Children of a worthless god“ mit einem mächtigem Groove ums Eck zischt und „As it was, as it soon shall be“ durch heftige Riffattacken die Daumenschrauben weiter anzieht.

Danach folgt mit dem Titeltrack nicht nur das zweitlängste Stück in der Geschichte von Exodus („Architect of pain“ vom 1992er Werk „Force of habit“ hält mit 10:58 an der Spitze), sondern auch ein mehrteiliger, hakenschlagender, kompromissloser Hassprügel, der ohne Umschweife durch pure Aggression in Mark und Nackenmuskulatur fährt, bis das Sprengkommando „Iconoclasm“ den Hörer mehrfach ungespitzt in den Boden rammt und ihn erst einmal während „The garden of bleeding“ dort verweilen lässt, nur um ihn vor „Bedlam 1-2-3“ wieder herauszuziehen und erneut gegen massive und rasiermesserscharfe Riffwälle auflaufen lässt.

Das „Exhibit A“ mit einer derartig brutale Breitseite durch den Blätterwald rauscht, liegt vor allem an Andy Sneap (Megadeth, Nevermore, Kreator), der dieses Mal hinter den Reglern stand und zusätzlich als Produzent tätig war. Dass der Gute für einen extrem fetten Sound bekannt ist, dürfte seit Chimairas „Resurrection“ (03/2007) eh schon ein jeder wissen und mit Exodus neuer Platte ist ihm ein weiteres Prachtexemplar gelungen. Bleibt nur zu hoffen, dass „Exhibit B“ das Niveau hält und auf ähnlich rasante Art und Weise Schädel spaltet. In dieser Form wollen wir auf jeden Fall mehr!

Anspieltipps:

  • Iconoclasm
  • Funeral Hymn
  • The Atrocity Exhibition

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