Road To Ruin - Road To Ruin - Cover
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Road To Ruin Road To Ruin


  • Label: Metal Heaven
  • Laufzeit: 41 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Dass nenn ich mal eine unglückliche Betitelung für ein Album bzw. eine Band, die ihren Idolen wie Thin Lizzy, Whitesnake, Deep Purple, Led Zeppelin, Black Sabbath oder Rainbow Tribut zollen will. Zwar klappert mit dem Opener „The only one“ gleich die erste (eigentlich ziemlich unverschämte und recht nah an einem Plagiat vorbeirauschende) Parallele zu letztgenannter Band aus den Boxen, den Spaß an der Erforschung von „Road to ruin“, dessen Material sich ausschließlich aus übriggebliebenen Ideen des letzten Lion´s Share-Albums „Emotional coma“ zusammensetzt, kann das aber nicht nehmen, schütteln die Herrschaften Matti Alfonzetti (Gesang), Lars Chriss (Gitarre), Sampo Axelsson (Bass, Keyboard) und Thomas Broman (Schlagzeug) schließlich einige Songs aus dem Ärmel, die mehr als nur hörenswert sind.

Einer dieser Tracks ist z.B. „For your soul“, der mit leichten Blues-Anleihen in dieser Form zwar schon tausendmal gehört wurde, aber trotz Midtempo-Ausrichtung ordentlich abgeht und beispielhaft für das Zusammenspiel des Vierers untereinander steht, an dessen Darbietung rein gar nichts auszusetzen ist. Stattdessen schmerzt die häufig eingesetzte „Reim dich oder ich freß dich“-Lyrik aus dem Baukasten für 70s- und 80s-Hardrocksongs.

Ebenfalls negativ fällt die Struktur der Stücke auf, in denen ein fetziges Gitarrensolo so sicher ist wie das Amen in der Kirche und der Vorhersehbarkeit dadurch viel Platz, sowie Kritik ausreichend Angriffsfläche bietet. Dagegen halten Chriss, der sich nicht selten in Ekstase schrubbt und vor allem Alfonzetti, der genügend Rotz in der Lunge hat um in den härter agierenden Tracks („Pale rider“, „Walk the line“) nicht unterzugehen. Unterm Strich bei weitem nichts Neues, aber da Road To Ruin an ihr Debüt mit viel Herzblut herangegangen sind, was zudem in jeder Minute hörbar ist, für Genre-Fans sicherlich eine gute Investition.

Anspieltipps:

  • For Your Soul
  • Thorn In My Side
  • Pleasure And Pain
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