Leanne Harte - Leanne Harte - Cover
Große Ansicht

Leanne Harte Leanne Harte


  • Label: Voiceprint/Rough Trade
  • Laufzeit: 43 Minuten
Artikel teilen:
7.5/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Auf der musiktechnisch kreativen Insel Irland ist Leanne Harte beheimatet und trotz ihrer 21 Lebensjahre besitzt sie schon jahrelange musikalische Erfahrungen. Zusammen mit Bassist Jonathan Noyce (Gary Moore, Jethro Tull), Drummer Darrin Mooney (Primal Scream, Gary Moore) und Produzent Chris Tsangarides (Thin Lizzy, Depeche Mode) an den Keyboards durfte sie ihr Debütalbum einspielen. Dabei übernahm sie nicht nur den Gesang sondern auch die akustische wie E-Gitarre, Mandoline, Mundharmonika und noch weitere Instrumente. Leanne Harte überlässt also nichts dem Zufall und verlässt sich auf ihre vorhandene Musikalität.

Die neun Songs sind selbst komponiert und Leanne Harte begeistert genau wie die restlichen Musiker mit echter Spielfreude: Der Opener „Hard to grasp“ geht als ein schönes kräftiges erstes Lebenszeichen für die Musikwelt durch, denn es wird gerockt und mit ihrer hellen und klaren Stimme, die in manchen Momenten an Heather Nova erinnert, singt Harte mit Inbrunst und Erfolg gegen die harten Drums und Gitarren an. „Something Else“ besitzt auch herrlich altmodische Gitarrenrockelemente, die in Verbindung mit der Stimme gut harmonieren. Die erste Ballade stellt „Hopeless Cases“ dar: Leanne Harte beweist ihre stimmliche Ausdruckskraft und führt die einfache Melodie durch den dunklen Gitarrenwald.

Keiner der Tracks ist leicht verdaulich, sie entfalten ihre Kraft erst nach mehrmaligem Hören. Manchmal beschleicht den Hörer das Gefühl, die Gitarren stehen zu sehr im Mittelpunkt und die Melodien werden zu sehr ausgereizt, doch die Songs verweilen einfach länger im Ohr als die glattpolierten der Konkurrenz. „Mr.Fortune“ wird mit einem richtigem Gitarrenbrett serviert, das passt auf den ersten Blick gar nicht zu der zarten jungen Songwriterin, um das optische Klischee zu bemühen. Hartes Vorbild heisst nicht von ungefähr Led Zeppelin. Eine gewisse Monotonie kann dieser ziemlich harte Brocken nicht von der Hand weisen, doch es kann nicht jeder Track überdurchschnittlich klingen.

Es ist schon erstaunlich wie eine 21jährige Musikerin virtuos ihre Balladen zelebriert und gleichzeitig Indie-Rock von hoher Qualität produziert, der so schön loslegt und einen richtig aufrüttelt. Die Zukunft der Leanne Harte scheint angesichts ihres Talentes sehr gut auszusehen, warum veröffentlichen nicht alle Musiker so einen vielversprechenden Erstling?

Anspieltipps:

  • Hard to grasp
  • Hopeless Cases
  • Don't ask me

Neue Kritiken im Genre „Singer/Songwriter“
Diskutiere über „Leanne Harte“
comments powered by Disqus