Nas - Greatest Hits - Cover
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Nas Greatest Hits


  • Label: Columbia/SonyBMG
  • Laufzeit: 70 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Wort Selbstvertrauen muss in der amerikanischen HipHop-Szene erfunden worden sein, all zu oft strotzen die Texte der bekannten Rapper wie eben Nas von Eigenlob und absolut unerschütterlichem Optimismus, dass die Welt sich nur um die sprechsingenden Typen drehen muss. Nas heißt eigentlich Nasir Jones und seine Plattenfirma Columbia präsentiert nun nach zehn Jahren eine Werkschau des überaus erfolgreichen New Yorkers, der in ärmlichen und gefährlichen Verhältnissen aufgewachsen ist.

Neben fünfzehn Klassikern aus dem Nas-Kosmos beinhaltet der Longplayer auch zwei neue Tracks: „Surviving the times“ und „Less than an hour“ sind die Abschiedsgeschenke des Rappers Nas an seine alte Plattenfirma, die er schon 2004 in Richtung Def Jam Records, welches von seinem Kumpel Jay-Z geleitet wird, verlassen hat. Nas Zusammenarbeit mit Lauryn Hill erzeugte den Charthit „If I ruled the world“, der ihn 1996 endgültig außerhalb von den USA bekannt machte. Raptechnisch legt Nas eigentlich immer ein ziemliches Tempo vor und sein 1994-Werk „Illmatic“ gilt als eines der einflussreichsten Alben in der Hip Hop-Historie, obwohl Nas später kommerziell erfolgreichere CDs fertigte. Die einzigen neuen Songs klingen recht unterschiedlich: „Surviving the times“ beherbergt als Hauptbestandteil ein Sample von „What Would I do if I could feel“ von C. Smalls und dieser gesungene Teil schleicht sich ins Ohr, Nas Rapeinlage passt durchaus da hinein und rechtfertigt seinen guten Ruf als Songbastler.

„Less than an hour“ schrieb Herr Jones für den Film „Rush Hour 3“ und der Gastsänger Cee-Lo von Gnarls Barkley dominiert zeitweise dieses hörenswerte musikalische Lebenszeichen des selbsternannten „King of New York“ Nas, der natürlich auch hier seinen Flow beweist. Die Klassiker des 34-Jährigen werden dem HipHop-Fan gefallen, recht lässig demonstriert Nas mit der erwähnten Geschwindigkeit, dass er nicht nur ziemlich viele Kollegen beleidigen kann, sondern auch die Tatsache, dass er gekonnt gute Beats und Samples auszuwählen und einzubauen vermag. Im Vergleich zu der heutigen Black Music fällt einem schon auf, dass Nasir Jones recht textlastig daherkommt und nicht alle Tracks so wahnsinnig viel Abwechslung aufweisen, da variieren die aktuellen Stars etwas ausgewogener. Trotzdem spielt Nas in einer recht hohen Liga der guten Qualität, dass ist keine Frage.

Alle Neulinge in Sachen Nasir Jones bekommen einen guten Querschnitt durch sein Schaffen geboten und werden sicher musikalisch gut unterhalten, sofern sie HipHop mögen. Nas hat für dieses Jahr noch einen Longplayer mit neuen Songs angekündigt, da stellt diese Compilation eine hörenswerte Überbrückungsmöglichkeit dar, das Warten sinnvoll zu bestreiten.

Anspieltipps:

  • Less than an hour
  • If I ruled the world
  • Bridging the gap
  • Half time
  • Thief's Theme

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