The Freedom Warriors - And Nothing But The Truth - Cover
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The Freedom Warriors And Nothing But The Truth


  • Label: Monkey/Broken Silence
  • Laufzeit: 55 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Das The Freedom Warriors ihre Basis in Österreich haben, verwundert doch ein wenig, wenn man sich den zwischen Funk, Soul und Reggae pendelnden Longplayer „And Nothing But The Truth“ anhört. Tief verwurzelt in der politischen und religiösen Musik aus den vermeintlich so fernen Kontinenten Afrika und Amerika, hat der studierte Musiker Helmut Schneider jede Menge hochkarätige Musiker und Sänger eingeladen, um zusammen mit ihm The Freedom Warriors zu bilden. Dabei ist zum Beispiel Hubert Tubbs, der schon mit Santana, den Temptations und den Rolling Stones gemeinsam auf der Bühne stand und auch als alleiniger Artist Erfolge verbuchen konnte. Als weiteres Herzstück für den Gesang wurde Sista Sonic aka Judith Goritschnig ausgewählt, die mit ihrer kraftvoll souligen Stimme überzeugt und dabei die eher unsäglichen Auftritte mit DJ Ötzi vergessen lässt. Ergänzt um fünf weitere Musiker vermittelt das Kollektiv eine ordentliche Mischung aus so genannter schwarzer Musik und spricht auch politisch eine recht einfache, dafür aber umso deutlichere Sprache.

So wird im Opener „Money“ mit viel Funk im Blut der Kapitalismus besungen und bei „Message To The White House“ nachgefragt, ob die Liebe Gottes denn bei den Damen und Herren dort nur für bestimmte Menschen gelte. Musikalisch ist der Großteil des knapp einstündigen Albums tanzbar und in „Love & Peace“-Manier positiv mitreißend, während leicht angejazzte Parts und ausgefeilt arrangierte Jam-Sessions für Nachhaltigkeit sorgen. Dennoch muss man sagen, dass es teilweise doch etwas zu langatmig wird und die fortwährende positive Energie wohl doch vor allem den Freaks eben dieser oben genannten Musikrichtungen mundet. Ansonsten kann einem dieser Sonnenschein-Alarm schon gelegentlich die Nerven strapazieren und zum Skippen animieren.

Am Ende gibt es noch einen wunderbaren Downbeat-Ausklang, der den Hörer wieder gnädiger stimmt und von Sista Sonic klasse interpretiert wird. Überhaupt ist es ihre Stimme, die „And Nothing But The Truth“ einen Reiz gibt, der durch die nach einer gewissen Zeit überstrapazierte Leichtigkeit in der Musik nahezu verloren gegangen wäre. The Freedom Warriors dudeln sozusagen dem Weltfrieden entgegen, während Sista Sonic stimmgewaltig aufrüttelt und so einiges wieder markanter authentisch gestaltet. Dank ihr und den entspannten Trip Hop/Downbeat-Stücken „So Proud So Shy“ sowie „Phunck You“ gelingt es der Kommune um Helmut Schneider noch knapp über dem Durchschnitt die Ziellinie zu erreichen.

Anspieltipps:

  • Feel Alone
  • Use Me
  • So Proud So Shy
  • Phunck You

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