The Verve - Urban Hymns - Cover
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The Verve Urban Hymns


  • Label: Virgin/EMI
  • Laufzeit: 49 Minuten
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10/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Pflichtkauf für jeden Freund guter Musik, nicht mehr und nicht weniger.

The Verve gibt es inzwischen gar nicht mehr. Die "zweitbeste Band der Welt" (O-Ton Noel Gallagher von Oasis) hat sich vor zwei Jahren aufgelöst. Was bleibt ist dieses geniale Album.

Dass The Verve in keiner Weise Oasis nachstehen, war ja schon immer klar. Und mit "Bittersweet Symphony", dem alles überragenden Titelsong, zeigen sie, dass sie vielseitiger sind als Gallagher und Konsorten. Denn dieser Song gehört längst zu den besten Songs aller Zeiten und ist ja fast allgegenwärtig. Diese Band aber auf dieses Meisterstück zu reduzieren, wäre nicht nur unfair, nein es wäre auch dumm, denn schließlich zwigt sich der wahre Musikstil vom zweiten Song an: Düsterer, aber doch schöner BritPop mit der genialen Stimme von Bandleader Richard Ashcroft und pathetischen Arrangements. Hier zeigt sich die große Verwandtschaft zu Oasis, nur wirken die Songs auf dieser Platte ausgegorener und erwachsener als die Songs auf der im selben Jahr erschienenen Platte "Be Here Now".

Ob eingängige Melodien wie "Sonnet" oder "The Drugs don't work", düsterer, fast schon psychodelischer Rock wie "The Rolling People" oder "Catching the Butterfly" oder richtig hoffnungsvoll wie "Lucky Man": The Verve bringt es alles genial rüber. Alles ist dabei: Schneidige Gitarren, ein nicht zu verkennender Bass und perfekte Inszenierung: Es gibt mehr als einen Grund, traurig über das Ende von The Verve zu sein. Denn mit "Urban Hymns" ist der Band um das Genie Richard Ashcroft ein letzter Meilenstein in der Geschichte des Britpop gelungen. Denn die Platte zeigt auch zum ende hin keinerlei Ermüdungserscheinungen. Das melancholische "Velvet Morning" und das bassorientierte "Come On" sind beiderlei Meisterwerke. Ein Pflichtkauf für jeden Freund guter Musik, nicht mehr und nicht weniger.

Anspieltipps:

  • Bittersweet Symphony
  • Lucky Man
  • The Drugs don't work
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